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Ranghoher Kommandeur der Taliban in Afghanistan getötet

Mullah Firoz Jahadi hatte die Schlacht um Kunduz angeführt, wo die deutsche Bundeswehr bis 2013 ein Militärlager unterhalten hatte.

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Ranghoher Kommandeur der Taliban in Afghanistan getötet

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Afghanische Sicherheitskräfte haben in Ghazni im Süden des Landes einen ranghohen Kommandeur der Taliban getötet. Das teilte das afghanische Innenministerium mit.

Mullah Firoz Jahadi hatte die Schlacht um Kunduz angeführt, hieß es weiter. Kunduz in Nordafghanistan gehört zu den umkämpften Provinzen Afghanistans. Die Taliban haben dort in diesem Jahr im Rahmen ihrer alljährlichen Frühlingsoffensive mehrere Angriffe durchgeführt.

Kunduz hat als Verkehrsknotenpunkt strategische Bedeutung. Von hier führen Straßen in den Süden nach Kabul, nach Mazar-e-Sharif im Westen und nach Tadschikistan im Norden. Die Stadt wird als Tor zum Norden angesehen. Wer sie kontrolliert, hat Zugang zu den Nordprovinzen und kontrolliert außerdem eine der wichtigsten Routen des Drogenschmuggels. Im September 2015 hatten die Taliban Kunduz-Stadt erobert, waren aber mithilfe der US-Truppen aus der Stadt vertrieben worden. Im August dieses Jahres hatten die Taliban dann Khanabad in der Provinz Kunduz eingenommen. Obwohl afghanische Sicherheitskräfte die Stadt kurze Zeit später zurückerobern konnten, war die Provinz weiterhin nicht befriedet.

Bis 2013 hatte die deutsche Bundeswehr als Teil der internationalen Unterstützungstruppe ISAF ein Militärlager in Kunduz unterhalten.

Bei der Operation in Ghazni wurden außer Jahadi fünf weitere Taliban getötet. Neun wurden verletzt. Über Verluste bei der ANP ist nichts bekannt.