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Marokkos Chance: Der afrikanische Markt


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Marokkos Chance: Der afrikanische Markt

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Um sein Wirtschaftswachstum anzukurbeln, will Marokko seine Präsenz auf den afrikanischen Märkten ausbauen. Dank erfolgreicher Exportunternehmen zum Beispiel im Energie- und Pharmasektor ist das Königreich ein wichtiger Investor in West- und Zentralafrika geworden.

Eines dieser Unternehmen ist Fabrilec, das Stromleitungen installiert. Wegen seiner Erfolge auf dem afrikanischen Markt wurde es jüngst von Maroc Export, der nationalen Agentur zur Förderung der Exporte, mit dem “Great Africa”-Preis ausgezeichnet. Fabrilec hat zum Beispiel Dörfer in Burkina Faso und Äquatorialguinea ans Stromnetz angeschlossen. Geschäftsführer Moustapha Mouchrek sieht in der kulturellen Nähe einen Marktvorteil: “Business in Afrika ist ein Abenteuer. Und ich glaube, dass wir dabei mehr Glück haben, weil wir uns kulturell nahestehen, wir können uns ein bisschen besser anpassen als andere. Unsere Bauprojekte umfassen die Vorstudien und wir liefern die Ausrüstung. Wir verwenden dabei üblicherweise marokkanische Produkte: Kabel, Träger, Transformatoren – sie sind gut und wettbewerbsfähig.”



Material, das man unter anderem bei Energy Transfo findet. Das Unternehmen stellt Transformatoren und Verteilerstationen her. Es ist seit gut fünfzig Jahren auf dem Markt und begann 2010 mit dem Export in andere Länder Afrikas. Um weitere Unternehmen zu diesem Schritt zu ermutigen, hat Maroc Export jetzt ein Beratungs- und Förderprogramm gestartet. Energy Transfo-Chefin Nouzha Taarji meint, Marokkos Beispiel beflügele: “Der Stromsektor hat hier stark zugelegt, deshalb konnte sich unsere Industrie so entwickeln. Wir haben ein breites Spektrum marokkanischer Industriebetriebe, die elektrische Geräte herstellen. Dadurch können sich die afrikanischen Kunden auf einem internationalen Markt ausstatten – dem marokkanischen Markt. Wenn unsere Kunden zu uns kommen, blicken sie in die Zukunft und sagen sich: Wenn Marokko seine Industrie entwickeln konnte, warum sollten wir das nicht auch in unseren Ländern können?”

Das Königreich setzt auch auf den Ausbau der Pharmaindustrie und ihrer Exporte in andere afrikanische Länder. Cooper Pharma gehört zu den ältesten Pharmakonzernen des Landes. Das Unternehmen will nun auch eine Fabrik in Ruanda aufbauen. Geschäftsführer Aymen Cheikh Lahlou: “Ohne Investitionen im Gesundheitswesen kann es keine wirtschaftliche und soziale Entwicklung geben. Wir als Pharmaunternehmen haben unseren Anteil daran, dieses Ziel zu erreichen. Durch die Schaffung von Arbeitsplätzen, durch direkte ausländische Investitionen, durch Zugang zu Medikamenten, durch niedrigere Preise und auch durch die Ausbildung eines Pools qualifizierter Leute. Denn die Pharmaindustrie hat bei der Qualität gemäß den internationalen Normen höhere Anforderungen.”




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