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Michelle Obama, goodbye!


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Michelle Obama, goodbye!

Michelle Obama, die Wahlkämpferin, Mom-in-chief und Stilikone. Die scheidende First Lady ist beliebt bei den Amerikanern – beliebter als ihr Mann Barack und der gewählte US-Präsident Donald Trump.

In den vergangen acht Jahren verschaffte sie sich vor allem Respekt durch Authentizität, Enthusiasmus und ihre Überzeugungen: Sie wolle einen Präsidenten, der Kindern beibringe, dass es auf jeden Amerikaner ankomme. Einen Präsidenten, der an die Vision der US-Gründerväter glaube: dass alle Menschen gleich und Teil der amerikanischen Geschichte seien. In Krisenzeiten solle man nicht gegeneinander kämpfen, sondern einander zuhören und sich aufeinander stützen. Denn gemeinsam sei man stark, meinte Michelle Obama, als sie 2016 Wahlkampf für Hillary Clinton machte.

Beim Thema Stärke kann sie durchaus mitreden. Michelle kämpfte sich hoch. Ihre Vorfahren waren Sklaven aus Georgia. Sie selbst stammt aus der Arbeiterklasse, die vierköpfige Familie lebte in einer Ein-Zimmer-Wohnung in einem schwarzen Vorort von Chicago. Der Vater, ein Maschinist, ließ trotz seiner Multiple Sklerose-Erkrankung keinen Tag Arbeit ausfallen.

Von der Schule ging es zur Elite-Universität Princeton. Sie wurde Anwältin und Mentorin ihres zukünftigen Mannes, Barack Obama.
Aufstieg dank Bildung, eines ihrer größten Anliegen als First Lady.
Da setzte sie sich zum Beispiel für das Programm “Let Girls Learn” ein, eine Initiative, um benachteiligte Mädchen weltweit in die Schule zu bringen.

Oder ihr Engagement gegen Übergewicht bei Schulkindern, “Let’s move”, mit dem sie sich für gutes Essen in der Kantine einsetzte. Michelle ging mit gutem Beispiel voran, pflanzte einen Gemüsegarten und bestand auf regelmäßige Familienessen im Hause Obama.

Als First Lady lebte sie im Scheinwerferlicht, aber ohne dabei ihre Privatsphäre und Authentizität zu verlieren. Eine Frau mit Humor und Intelligenz, von der sich viele wünschen, dass sie 2020 für die Demokraten in den Wahlkampf zieht.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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