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Nach dem besten Monats-Ergebnis aller Zeiten nimmt
Deutschlands Exportwirtschaft Kurs auf ein Rekordjahr. Waren im Wert von 108,5 Milliarden Euro gingen im November ins Ausland –
5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, so das Statistische Bundesamt. In den ersten elf Monaten stiegen die Ausfuhren
um 0,8 Prozent auf 1.110,2 Milliarden Euro. Damit ist der Rekordwert des Vorjahres (rund 1193,6 Milliarden Euro) zum Greifen nah. Besonders groß war die Nachfrage nach «Made in Germany» im November nach Angaben der Wiesbadener Statistiker aus Ländern außerhalb der EU (plus 7,6 Prozent) und dem Euro-Raum (plus 5,2 Prozent).

“Es macht sich Erleichterung breit”, sagte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammerverbandes (DIHK), Volker Treier. “Der schwache Euro kurbelt vor allem das US-Geschäft an, während sich China ebenso wie die Ölförderländer gefangen haben.”

“Alle Weltregionen senden Signale, die deutliches Wachstum in Aussicht stellen”, sagte Manfred Hübner, Geschäftsführer der Investmentberatung Sentix, die monatlich etwa 1.000 Börsianer nach ihren Konjunkturerwartungen fragt. Das dabei ermittelte Stimmungsbarometer für die Euro-Zone stieg im Januar um 8,2 auf 18,2 Punkte. “Für 2017 gilt es, sich für einen konjunkturellen Durchstart anzuschnallen”, sagte Hübner.

«Die Außenhandelszahlen für November lassen auf einen starken
Jahresendspurt und damit auf eine versöhnliche Gesamtbilanz für das Jahr 2016 hoffen», meinte auch der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton Börner, «der
deutsche Außenhandel ist allerdings nicht immun gegen internationale Krisen».

Sorge bereitet der Branche unter anderem die Ungewissheit über das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) und eine mögliche eine Kehrtwende in der US-Wirtschaftspolitik unter dem künftigen Präsidenten Donald Trump.

Zuletzt hatte der BGA für 2016 ein Export-Ergebnis auf dem hohen
Vorjahresniveau vorhergesagt. In diesem Jahr rechnet die Branche mit einem Plus von bis zu 2,5 Prozent auf 1.230 Milliarden Euro.

su mit Reuters, dpa

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