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Dschihadistenmiliz IS zerstört wieder Bauwerke in Palmyra

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Dschihadistenmiliz IS zerstört wieder Bauwerke in Palmyra

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat in Syriens historischer Oasenstadt Palmyra Teile des römischen Amphitheaters zerstört. Neben der Fassade des Theaters wurden auch Säulen des Tetrapylons, eines typischen Monuments der römischen Architektur, zerstört. Palmyra gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Der IS hatte Palmyra erstmals im Mai 2015 eingenommen. Rund zehn Monate später konnten syrische Regierungstruppen die Stadt mit Hilfe russischer Luftangriffe wieder unter Kontrolle bringen. Im vergangenen Dezember eroberte der IS Palmyra jedoch erneut.

Die IS-Anhänger brachten in Palmyra auch zahlreiche Gefangene um, unter anderem den früheren Chef-Archäologen der Stadt, Khalid Asaad, vor Dutzenden Zuschauern auf einem
öffentlichen Platz.

Hintergrundinformationen:

Die Oasenstadt Palmyra in der zentralsyrischen Wüste war eines der herausragenden Zentren im Altertum. Die Unesco – die Kulturorganisation der Vereinten Nationen – erklärte die Ruinen der ehemaligen Handelsmetropole der legendären Königin Zenobia im Jahr 1980 zum Weltkulturerbe.

Durch ihre Lage an einer der wichtigsten Handelsrouten zwischen dem Römischen Reich, Persien, Indien und China gewann Palmyra in den ersten Jahrhunderten nach Christus stetig an Bedeutung. Nach ihrer Blütezeit wurde die Stadt im Jahr 272 von den Römern zerstört. Das vor dem Syrien-Krieg beliebte Touristenziel gilt als einer der bedeutendsten Komplexe antiker Bauten im Nahen Osten. Neben den Ruinen liegt eine gleichnamige moderne Stadt. Der Ort befindet sich nordöstlich von Damaskus. (dpa)

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