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Jemen: Mindestens 9 Frauen und Kinder bei Luftangriff getötet - Humanitäre Lage katastrophal


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Jemen: Mindestens 9 Frauen und Kinder bei Luftangriff getötet - Humanitäre Lage katastrophal

Bei einem Luftangriff der saudisch geführten Militärkoalition im Jemen sind mindestens neun Menschen getötet worden. Bei dem Bombardement nördlich
der von den Huthi-Rebellen kontrollierten Hauptstadt Sanaa sind laut Augenzeugen ausschließlich Kinder und Frauen getötet worden. Laut Anwohnern handelte es sich bei dem Angriffsziel um ein Haus, in dem sich Frauen für eine Trauerfeier versammelt hätten.

Die saudische Militärkoalition greift seit März 2015 in den jemenitischen Bürgerkrieg ein. Sie unterstützt die Truppen des sunnitischen Präsidenten Hadi, der vor den schiitischen Huthi aus dem Land geflohen ist. Nach UNO-Schätzungen der UNO sind bisher mindestens 10.000 Zivilisten getötet worden.

Am Beispiel des Ortes Taiz berichtete ein Mitarbeiter von “Ärzte ohne Grenzen” in Amman über die sich verschlechternde Situation für Zivilisten in dem Bürgerkriegsland:

“Unsere Patienten auf beiden Seiten der Front werden durch Schüsse verletzt, während sie das Mittagessen in der Küche vorbereiten, durch Luftangriffe, während sie auf den Feldern sind. Sie werden durch Landminen verstümmelt beim Hüten des Viehs oder von Scharfschützen auf der Straße erschossen”, so Djoen Besselink.

Nach fast zwei Kriegsjahren zwischen der saudisch geführten Militärkoalition und der schiitischen Gruppierung der Huthis sind fast 80 Prozent der Bevölkerung auf Hilfe angewiesen.

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