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Niederlande: "Die Optimisten haben gewonnen", doch auch Wilders profitiert


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Niederlande: "Die Optimisten haben gewonnen", doch auch Wilders profitiert

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Feierstimmung in fast allen Lagern: Gegner des Herausforderers Geert Wilders sehen das Ergebnis der niederländischen Parlamentswahl vom Mittwoch als Bekenntnis der Bevölkerung gegen Rechtspopulismus. Doch Wilders’ PVV wird wahrscheinlich die zweitgrößte Fraktion im Parlament. Klarer Verlierer ist die Partei der Arbeit, die voraussichtlich von 38 auf neun Sitze zusammenschrumpft.

Der bisherige Ministerpräsident Mark Rutte wertet das Ergebnis als Sieg. Seine VVD ist stärkste Kraft und kann jetzt Koalitionsverhandlungen beginnen. Allerdings verliert sie neueren Hochrechnungen wohl acht Sitze und hat damit nur noch 33.

Zudem hatte die VVD im Wahlkampf Positionen übernommen, die auch potentielle Wilders-Wähler ansprechen würden. Wilders erklärte, er sei stolz, nur 12 Jahre nach der Abspaltung von der VVD ein solches Ergebnis einfahren zu können. Die politische Agenda des Landes konnte er im Wahlkampf entscheidend beeinflussen.

Von dem von Kritikern befürchtete Durchmarsch an die Spitze ist die PVV mit voraussichtlich 20 Sitzen allerdings weit entfernt: “Ich bin froh, dass die fremdenfeindliche Partei nicht gewonnen hat, die PVV, die gegen alle Ausländer, gegen Europa und sehr zornig ist”, so ein Wähler im liberalen Amsterdam. “Die haben verloren. Leute wie die junge Partei, die Grünen, optimistischere Leute haben gewonnen.”

Beobachter rechnen damit, dass die Koalitionsverhandlungen Monate dauern könnten. Ruttes geschwächte VVD müsste voraussichtlich drei Partner für eine Mehrheit finden. “Ich glaube, wir müssen abwarten, wie das jetzt wird”, kommentiert eine Wählerin. “Die Debatten stehen noch bevor.”

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