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Britischer Finanzminister macht in Indien Gutwetter für die Zeit nach dem "Brexit"


Indien

Britischer Finanzminister macht in Indien Gutwetter für die Zeit nach dem "Brexit"

Der britische Finanzminister Philip Hammond
ist nach Indien gereist, um den britischen Ausstieg aus der Europäischen Union vorzubereiten. Essentielle Verhandlungen über neue Handelsverträge sind während der Austrittsgespräche nicht möglich. Die Risiken eines sogenannten “harten Brexit” ohne Konsensabkommen in der Frist von zwei Jahren spielte Hammond herunter.

Philip Hammond, britischer Finanzminister:

“Wir hoffen, dass wir eine tiefe und besondere Beziehung mit der Europäischen Union aushandeln können, die es uns ermöglicht, Handel zu treiben und weiter in die Wirtschaft des anderen zu investieren. Aber gleichzeitig erlauben wir uns, Beziehungen zu Partnern und Verbündeten auf der ganzen Welt aufzubauen.”

Indien ist die weltweit am schnellsten wachsende Volkswirtschaft mit 1,3 Milliarden Einwohnern, gilt aber nicht gerade als glühender Verfechter des Freihandels.

Arun Jaitley, indischer Finanzminister:

“Die Briten suchen nach dem Brexit eine andere Ebene der Beziehung mit Indien. Und auch in Indien gibt es eine riesige Bereitschaft, das Verhältnis zu ergänzen und zu verbessern.”

So will Indien zum Beispiel nicht nur Handel, sondern auch Freizügigkeit für seine Arbeitnehmer, so Premierminister Narendra Modi bei einem Besuch von Premierministerin Theresa May im vergangenen November.

COMMONWEALTH OHNE HANDELSABKOMMEN

Im 19. Jahrhundert hatte Großbritannien als Kolonialmacht die vollständige politische Kontrolle über alle indischen Territorien. Indien erlangte am 15. August 1947 die Unabhängigkeit von Großbritannien. Mit den Beitritten von Indien (1947), Ceylon (heute Sri Lanka) (1948) und Pakistan (1949), die vor ihrer Unabhängigkeit zu Britisch-Indien gehörten, entstand das moderne Commonwealth (New Commonwealth), eine lose Verbindung souveräner Staaten, die in erster Linie von Großbritannien und Nordirland und dessen ehemaligen Kolonien gebildet wird. Heute leben rund 30 Prozent der Weltbevölkerung (etwa zwei Milliarden Menschen) in Mitgliedstaaten des Commonwealth. Ein multilaterales Handelsabkommen gibt es bisher nicht.

su mit Reuters

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