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USA/China: Trump mottet Stempel "Währungsmanipulator" ein


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USA/China: Trump mottet Stempel "Währungsmanipulator" ein

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Chinas Außenhandel hat sich im März robust entwickelt.
Nach Regierungszahlen wurde in US-Dollar gerechnet 16,4 Prozent mehr exportiert als im Vorjahresmonat. Das ist der stärkste Anstieg seit Februar 2015. Auch die Importe waren um 20,3 Prozent höher als im März des Vorjahres, so die Zollverwaltung. Das hatten die meisten Analysten nicht auf dem Schirm.

Nach einem raren Außenhandelsdefizit im Februar, verzeichnete das Land im März wieder rund 22,5 Milliarden Euro Überschuss – ein heißes Eisen für US-Präsident Donald Trump.

Sun Jiwen, Sprecher in Chinas Handelsministerium:

„Das Ungleichgewicht im Handel zwischen China und den Vereinigten Staaten ist auf drei Faktoren zurückzuführen: Die Unterschiede in der Wirtschaftsstruktur, die Wettbewerbsfähigkeit und die Arbeitsteilung in der internationalen Industrie beider Länder. Ein Handelsüberschuss mit den Vereinigten Staaten war nie Chinas Ziel. Im chinesisch-amerikanischen Handel landet der Handelsüberschuss auf Chinas Konto, aber der Handel nutzt beiden Seiten. China ist bereit, mehr aus den USA zu importieren, entsprechend der tatsächlichen Nachfrage hier auf dem Heimatmarkt.”

Im Gegenzug packt Trump den Stempel “Währungsmanipulator”
vorerst weg – allen Ankündigungen im Wahlkampf zum Trotz. Diese Behauptung könnte in Zukunft die Gespräche mit China über Nordkorea belasten, so er US-Präsident als Begründung – seit Dezember ist der Dollar zum Yuan auch leicht gefallen.

China hatte zuletzt eine ganze Reihe positiver Wirtschaftsdaten
vorgelegt. Nach einer Talfahrt in den vergangenen zwei Jahren hatten sich etwa die Devisenreserven im März wieder über der Marke von 3 Billionen US-Dollar (2,8 Billionen Euro) stabilisiert. Auch der staatliche Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg auf ein Mehrjahreshoch, heißt eine bessere Stimmung bei Industriebetrieben. Für die kommenden Monate rechneten Experten mit einer weiteren Stabilisierung des Außenhandels.

Das Risiko eines Handelskrieges mit den USA habe nach dem Treffen der beiden Präsidenten Donald Trump und Xi Jinping in den USA abgenommen, schrieben die Analysten Rui Wang
und David Qu von der australischen ANZ-Bank, Hongkong.

su mit Reuters, dpa

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