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Frankreich bereitet sich auf eine besondere Wahl vor


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Frankreich bereitet sich auf eine besondere Wahl vor

In Frankreich sind die Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahl in vollem Gange. Zwischen Lille und Marseille, zwischen Bordeaux und Lyon werden noch die Wahllokale präpariert. Bereits gewählt wird in den Überseegebieten von Guadeloupe in der Karibik bis nach Neukaledonien im Südpazifik.

Grund für die frühe Wahl ist, dass sich die Wähler in anderen Zeitzonen nicht von den Ergebnissen des Wahlgangs im Mutterland beeinflussen lassen sollen. Der ist in diesem Jahr besonders spannend: Viele haben sich noch nicht für einen Kandidaten entschieden. Steht Frankreich vor einer politischen Radikalisierung?

“Die Wahlen machen mir Sorgen”, sagt eine Passantin in Paris. “Es herrscht so eine gewisse Stimmung, der Wahlkampf war nicht gerade so, wie wir ihn erwartet haben. Manche Themen wurden nur ein bisschen angerissen. Das ist schade.”

Es sind diesmal besondere Wahlen. Sie sind geprägt von juristischen Skandalen um die Kandidaten. So sehen sich der konservative Francois Fillon und die Rechtspopulistin Marine Le Pen dem Vorwurf gegenüber, Mitarbeiter auf Staatskosten gegen die Regeln beschäftigt zu haben.

Dazu kommt eine im Land beispiellose Terrorwelle. Der Präsident wird erstmals unter den Bedingungen des Ausnahmezustands gewählt, der nach den Anschlägen in Paris 2015 verhängt wurde und seitdem beinahe zur Normalität geworden ist.

Fest steht, dass die Wahlen in eine zweite Runde gehen werden. Am 7. Mai werden sich die beiden bestplatzierten Kandidaten in einer Stichwahl gegenüberstehen.

Am Samstag können die Franzosen nochmal durchatmen. Wahlveranstaltungen und die Veröffentlichung von Prognosen sind am Tag vor der Wahl verboten. Fest steht, dass es eine zweite Runde geben wird. Am 7. Mai werden sich die beiden bestplatzierten Kandidaten in einer Stichwahl gegenüberstehen.

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