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Islamistenzelle in Deutschland ausgehoben - Verbindungen zu Berlin-Attentäter


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Islamistenzelle in Deutschland ausgehoben - Verbindungen zu Berlin-Attentäter

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Deutsche und italienische Anti-Terror-Ermittler haben mehrere mutmaßliche Islamisten enttarnt, die teilweise in Berlin lebten. Die Berliner Staatsanwaltschaft erklärte, ein 22-jähriger Marokkaner und drei weitere Verdächtige seien in Untersuchungshaft genommen worden.

Italienische Ermittler in Brindisi berichteten von einer Gruppe von insgesamt elf mutmaßlichen Islamisten. Unter ihnen ist demnach auch ein in Deutschland wohnhafter Kongolese, der sich in einem Flüchtlingslager in Brindisi aufgehalten hatte, und als Kopf der Zelle gilt. Der Kongolese sitzt in Italien in Haft.

Der 22-jährige Marokkaner sei bereits Ende Januar von Italien nach Berlin überstellt worden. Er und mehrere mutmaßliche Komplizen werden verdächtigt, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Anschläge in Deutschland oder anderen europäischen Ländern waren offenbar nicht geplant, so Antonio Bocelli, Sonderermittler der italienischen Polizei in Brindisi:

“Aus einer Serie von Botschaften, die über Chatrooms ausgetauscht wurden, geht hervor, dass die Männer zu Kampfeinsätzen nach Syrien wollten. Sie waren bereit, sich zu opfern.”

Reporterfrage: “Das heißt, sie wollten Selbstmordattentate verüben?”

Bocelli:“Sehr wahrscheinlich, ja.

Eines der elf Mitglieder soll Kontakt zum Tunesier Anis Amri gehabt haben, der für den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Todesopfern im vergangenen Dezember verantwortlich gemacht wird. Deutsche Medien berichteten, mehrere der Verdächtigen hätten dieselbe Berliner Moschee wie Amri besucht. Anis Amri war am 23. Dezember in der Nähe von Mailand von der italienischen Polizei erschossen worden.

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