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Papst verurteilt in Ägypten religiöse Gewalt


Ägypten

Papst verurteilt in Ägypten religiöse Gewalt

Bei seinem ersten Besuch in Ägypten hat Papst Franziskus religiöse Gewalt verurteilt. Er rief alle Religionen zum gemeinsamen Kampf gegen Extremismus und Terrorismus auf und Papst beklagte eine gefährliche Vermischung religiöser und politischer Inhalte. Darin sieht er die “Gefahr, dass die Religion von der Sorge um weltliche Angelegenheiten aufgesaugt und von den Schmeicheleien weltlicher Mächte in Versuchung geführt wird, die sie in Wirklichkeit instrumentalisieren.”

An einer Stelle in seiner Rede wich der Pontifex vom Manuskript ab. Er richtete sich direkt an den ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi: “Sie haben vorhin gesagt, dass Gott ein Gott der Freiheit ist, und das ist wahr.” Ägypten habe bei seinem Aufbau einer friedlichen Gesellschaft und beim Kampf gegen Terrorismus “unter Beweis zu stellen”, dass der Glaube an Gott die Heimat für alle sei, sagte der Papst unter Applaus mit einem Verweis auf das Motto der Revolution von 1952.

Franziskus ist noch bis Samstag in Kairo. Dann will er auf einem Luftwaffenstützpunkt einen Gottestdienst feiern. Er ist erst der zweite Papst der Neuzeit, der Ägypten besucht. Vor knapp drei Wochen waren bei einem Anschlag auf Christen im Norden des Landes mehr als 40 Menschen getötet worden.

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