Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Alitalia: Verkaufen - aber schnell


unternehmen

Alitalia: Verkaufen - aber schnell

Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia soll nach dem Willen der Regierung in Rom so schnell wie möglich verkauft werden. Der Konzern hatte eine Sonderverwaltung unter staatlicher Führung beantragt – innerhalb von 15 Tagen soll Interessenten jetzt die Übernahme der Fluglinie schmackhaft gemacht werden. Eine Verstaatlichung des Unternehmens ist aber nicht vorgesehen.

“Es ist nicht unsere Schuld, dass der Konzern pleite ist”, sagt ein Angestellter. “Wir haben mit Feuereifer gearbeitet. Die Probleme liegen in der Geschäftsführung, die den Überblick verloren hat. Und die Regierung hat unsere Branche nicht gut genug geschützt.”

Einen Brückenkredit in Höhe von 600 Millionen Euro bewilligte das Kabinett dem Konzern am Dienstagabend. Alle bisherigen Rettungsversuche des Unternehmens, an dem die Fluggesellschaft Etihad 49 Prozent hält, waren gescheitert. Die Belegschaft hatte einen Sanierungsplan abgelehnt, der unter anderem Gehaltskürzungen und den Abbau von Arbeitsplätzen vorsah.

Die Turbulenzen bei Alitalia sollen dem Unternehmen zufolge nicht den Reiseverkehr betreffen.

Lesen Sie auch: Alitalia: Schritte zur Insolvenz…

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

unternehmen

Alitalia: Schritte zur Insolvenz