Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Ford-Vorstandschef wird gegangen


unternehmen

Ford-Vorstandschef wird gegangen

Ford reagiert auf den Vertrauensschwund an der Börse – Vorstandschef Mark Fields muss gehen.

An seine Stelle rückt James Hackett, der bisher die für autonomes Fahren zuständige Tochter Smart Mobility leitet. Der 62-Jährige soll die Abläufe straffen und Ford fit für die Zukunft machen, so das Unternehmen. Zuvor hatte er sich als Sanierer beim Büromöbelhersteller Steelcase einen Namen gemacht. Den Wechsel an der Spitze nutzt der zweitgrößte US-Autobauer für einen größeren Umbau der Führungsetage.

Der 56-jährige Fields hatte vor drei Jahren die Führung des Konzerns aus Dearborn nahe der US-Autohauptstadt Detroit übernommen. Damals befand sich der nach China weltweit zweitgrößte Automarkt auf dem Höhepunkt der Erholung nach der Weltwirtschaftskrise von 2009. Inzwischen bröckeln die Neuzulassungen jedoch und die Branche steht vor einer ungewissen Zukunft. Das macht auch Marktführer GM und dem italienisch-amerikanischen Konkurrenten Fiat Chrysler zu schaffen, der Nummer drei in den USA.

Fields hatte das Vertrauen von Chairman Bill Ford, dem Enkel des Konzerngründers, und anderen Verwaltungsratsmitgliedern verloren. Er stand unter Druck, weil der Aktienkurs seit seinem Amtsantritt um fast 40 Prozent eingebrochen ist. Der Rückgang des Aktienkurses führte zuletzt dazu, dass der kalifornische Elektroautobauer Tesla Ford beim Marktwert überflügelte. An der Wall Street kam der Wechsel gut an: Die Ford-Aktie legte um 1,5 Prozent zu.

su mit Reuters, dpa

unternehmen

General Motors zieht sich aus weiteren Märkten zurück