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Legenden der Raumfahrt: Das Hubble-Weltraumteleskop


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Legenden der Raumfahrt: Das Hubble-Weltraumteleskop

In unserer Mini-Serie “Legenden der Raumfahrt” zum sechzigsten Jubiläum des Sputnik-Flugs erinnern wir an große Momente und Persönlichkeiten der Raumfahrt. Diesmal das Hubble-Weltraumteleskop.

Das Hubble-Weltraumteleskop hat die Kosmologie und Astrophysik revolutioniert und der breiten Öffentlichkeit überraschende Einblicke in die Welt ferner Galaxien, Schwarzer Löcher und faszinierender Sterne gewährt.

1990 gestartet, hatte das Gemeinschaftsprojekt von ESA und NASA seine Anfangschwierigkeiten mit der Bildqualität, verursacht durch Spiegelfehler. Doch das Problem wurde zügig behoben, und seitdem liefert das im Weltraum schwebende Teleskop Bilder aus einem breiten Spektrum – vom Infrarotbereich über das sichtbare Licht bis zum Ultraviolettbereich.

Der frühere wissenschaftliche Direktor der ESA, Roger-Maurice Bonnet erinnert sich: “Alle waren von der Idee begeistert, dass man Dinge entdecken konnte, die man bis dahin nie gesehen hatte. Und so kam es auch. Man hatte die Möglichkeit, die Sterne und das Universum extrem präzise zu beobachten. Mit gestochen scharfen Bildern. Und man konnte außerdem Licht erkennen, das von der Erdatmosphäre absorbiert wird, zum Beispiel Ultraviolett oder Infrarot.”

Giovanna Tinetti, Professorin für Astrophysik am University College London, entdeckte mit Hubble erstmals Wasser in der Atmosphäre eines Exoplaneten. Sie erzählt, wie das Weltraumteleskop sie in ihrer Laufbahn von der Theorie wegführte: “Als die ersten Beobachtungen möglich wurden, hat das alles verändert. Ich habe mich auf die Beobachtung verlegt, denn ich fand es viel spannender, zu beobachten, was wirklich geschieht, als Theorien darüber aufzustellen.”

Hubbles Funktionsweise wurde durch mehrere Wartungsmissionen verfeinert. Damit konnte die Hardware Schritt halten mit den technologischen Entwicklungen auf der Erde. Dank des Weltraumteleskops ließ sich das Alter des Universums besser einordnen, Schwarze Löcher konnten entdeckt und das Entstehen von Sternen beobachtet werden.

“Für die Kosmologie, für das Verständnis sehr weit entfernter Galaxien war Hubble wirklich das erste Instrument, das derart bahnbrechende Beobachtungen erlaubte”, erzählt Tinetti. “Die Tatsache, dass Hubble immer präsent ist in der Karriere von Generationen von Astrophysikern, ist schon bemerkenswert. Die Astrophysiker werden alt, aber Hubble bleibt offenbar immer da.”

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