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Waldbrand in Portugal: So hilft Europa

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Waldbrand in Portugal: So hilft Europa

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Seit Samstag brennen die Feuer in Portugal, aber schon früh hat es Vorwürfe gegenüber den Einsatzkräften und Behörden gegeben. Die Feuerwehren seien überfordert gewesen, heißt es, mancherorts habe man stundenlang keinen einzigen Feuerwehrmann gesehen. Und auch aus den Reihen der Feuerwehr selber gibt es Kritik.

“Wir wurden vergessen”, sagt Baltazar Lopes von der Freiwilligen Feuerwehr in Castanheira da Pêra. “Wir hatten keinerlei Unterstützung aus der Luft. Körper lagen ewig auf dem Boden, bis sie entfernt wurden. Nach dieser Katastrophe müssen wir ernsthaft darüber nachdenken, wie wir den Zivilschutz verändern.”

Mehre EU-Staaten haben Hilfe zugesagt, sie schicken Löschflugzeuge und Personal. Auch die EU will helfen. 14 Stunden nach Ausbruch der Feuer ging ein Hilfegesuch Portugals in Brüssel ein.

“Ein Mitgliedsstaat kann nicht alleine mit solchen Umweltkatastrophen fertigwerden”, so Martin Ruiz de Gordejuela, Sprecher der EU-Kommission für Krisenmanagement. “Im Sommer gibt es immer wieder Waldbrände, besonders in den südeuropäischen Ländern, folglich ist die Hilfe der EU-Mitgliedsstaaten wichtig. Unsere mittelfristigen Analysen zeigen uns, welche Hilfe notwendig sein könnte.”

Die EU hilft unter anderem mit Kartographie und Satellitenbildern des europäischen Copernicus-Satellitensystems. Noch bis 21. Juni sind Hilfsmaßnahmen geplant. Doch jeden Tag wird neu entschieden, ob weitere Hilfe nötig ist.