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Londoner Gericht: Boris Becker zahlungsunfähig

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Londoner Gericht: Boris Becker zahlungsunfähig

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Der ehemalige Tennisprofi Boris Becker ist von einem Gericht in London für zahlungsunfähig erklärt worden. Der 49-Jährige soll laut Konkursgericht seit 2015 Schulden nicht bezahlt haben. Das berichteten britische Medien aus dem Gerichtssaal.


Londoner Privatbankiers Arbuthnot Latham und Co. hatten sich wegen einer seit Oktober 2015 ausstehenden Zahlung an das Gericht gewandt. Beckers Anwälte argumentierten demnach: Er werde durch den Verkauf einer Immobilie auf Mallorca in rund einem Monat in der Lage sein, Außenstände zu begleichen. Die zuständige Richterin Christine Derrett habe einen Aufschub abgelehnt.

Andreas Grund, Fachanwalt für Insolvenzrecht und Partner der Kanzlei AndresPartner, Düsseldorf: “Mit einer Bankrotterklärung verliert ein Betroffener seine Kreditwürdigkeit. Vor allem für Personen, die in einem besonderen öffentlichen Interesse stehen, kann eine derartige Entscheidung zusätzlich unmittelbare Auswirkungen auf die Reputation haben.”

Boris Franz Becker, Tennisprofi und Olympiasieger, gewann insgesamt 49 Turniere im Einzel – darunter sechs Grand-Slam-Turniere, davon dreimal das Turnier von Wimbledon – und 15 Titel im Doppel. Er führte zwölf Wochen die Weltrangliste an und ist bis heute jüngster Wimbledon-Sieger in der Geschichte des Turniers. Nach seiner aktiven Tenniskarriere wurde Becker Geschäftsmann – betrieb unter anderem Autohäuser, war Werbeträger einer Onlinepoker-Plattform und Wirtschaftsbeirat des FC Bayern München.

su