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"Kill shot" über 3,5 km: Kanadas neue Taktik gegen IS im Irak?


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"Kill shot" über 3,5 km: Kanadas neue Taktik gegen IS im Irak?

Militärs nennen es auf Englisch einen “kill shot”, einen Schuss, um zu töten. Im Irak hat ein kanadischer Soldat der Elitetruppe “Joint Task Force 2” jetzt einen mutmaßlichen Kämpfer der IS-Dschihadiisten mit einem solchen “kill shot” getötet – über eine Entfernung von 3.540 Metern hinweg. Waffenexperten sprechen von einem “Weltrekord” mit einer McMillan TAC-50. Es dauerte 10 Sekunden, bis der Schuss sein Ziel erreichte. Den vorherigen “Rekord” soll ein britischer Sniper 2009 in Afghanistan aufgestellt haben.

In den Militärberichten steht, man habe sich für den Schuss mit der Präzisionswaffe aus weiter Entfernung und gegen einen Luftschlag entschieden, um zivilie Opfer zu vermeiden.

Doch in Ottawa hat der kanadische Oppositionspolitiker Tom Mulcair in einem Brief an den Regierungschef von Kanada Justin Trudeau Aufklärung verlangt. Offiziell sind die kanadischen Truppen nicht an den Kampfeinsätzen auf dem Boden im Irak beteiligt. Bei dem Sniper soll es sich um ein Mitglied einer geheimen Einheit handeln.

In den sozialen Medien wird auch die Tatsache kritisiert, dass die Medien in ihren Berichten über den “Kill-shot”-Rekord den Tod eines Menschen feiern.



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