Eilmeldung

Der Parteitag soll sie aus dem Umfragentief führen. 15 Prozentpunkte liegt die SPD derzeit hinter den Christdemokraten.
In Dortmund verabschiedete die Partei ihr Wahlprogramm “Zeit für mehr Gerechtigkeit”.

Auch Altkanzler Gerhard Schröder sprang den Sozialdemokraten und ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz zur Seite.

Wie dieser lag Schröder damals drei Monate vor der Wahl abgeschlagen hinter der Union. Doch ihm sei es 2005 gelungen, das Ruder fast noch rumzureißen. “Nichts ist entschieden. Wir haben gekämpft und
aufgeholt. Was damals ging, das geht heute auch,” sagte Schröder vor mehr als 4000 Anwesenden in Dortmund.

Unterstützung, die Schulz durchaus gebrauchen kann: vor wenigen Monaten gehypt, versucht er nun, innenpolitisch an Gewicht zu gewinnen und zeigte sich kämpferisch. Schulz griff die Kanzlerin erstmals frontal an und warf ihr vor, wichtige Themen auszusitzen. “Wenn dann eine Partei hingeht und sagt, “damit haben wir nichts zu tun. Das diskutieren wir nicht im Wahlkampf”, dann ist das Arroganz der Macht.”


Schulz forderte die Einführung der Homoehe und machte sie zur Bedingung für eine Wiederauflage der Großen Koalition. Glaubt man den Umfragen, reicht es für die SPD im September allenfalls zum Juniorpartner: Kanzlerin Angela Merkel ist in der Bevölkerung wieder sehr beliebt, nachdem ihre Umfragewerte wegen der Flüchtlingskrise lange im Keller waren. Die vergangenen drei Landtagswahlen gewann die Union klar. Merkel bewirbt sich derzeit für ihr viertes Mandat. Mit großen Erfolgsaussichten.