Eilmeldung

Portugals Sardinenfischerei steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte. Um das Überleben der Sardinen zu sichern, müssen die Fangquoten drastisch reduziert werden.
Nun warnt auch der internationale Rat für Meeresforschung: Portugal muss seinen Sardinenfang auf das Level von vor fast 25 Jahren bringen.
Das würde für die Portugiesen bedeuten, 15 Jahre lang auf den Sardinenfang verzichten zu müssen.

Wenn die Europäische Kommission diesem Vorschlag folgt, dann wäre es das voraussichtliche Ende für die portugiesische Sardinenfischerei. Denn die hat rund 28 Millionen Euro im Jahr 2016 eingenommen.

Der Generaldirektor des Kommissariats für Fischerei und maritime Angelegenheiten, João Aguiar Machado, sagt: “Dieser Bericht sei unvollständig, noch nicht definitiv. Die Informationen und die endgültige Entscheidung erwarten wir erst im Oktober. Es gibt keinen Grund, die Situation zu dramatisieren. Wir wissen, dass der Sardinenbestand in Portugal in einer heiklen Lage steckt. Portugal muss die nötigen Maßnahmen ergreifen. Und wir müssen auf den abschließenden Bericht warten.”

Die Entscheidung soll mithilfe von wissenschaftlichen Untersuchungen getroffen werden. Das Ziel ist es, die Fischerei nachhaltiger zu gestalten.
Laut der französischen Umweltorganisation, planetoscope, isst jeder Portugiese derzeit 60 Kilogramm Sardinen pro Jahr.