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Brexit und die Folgen: Verliert Englisch an Einfluss in Europa?


Redaktion Brüssel

Brexit und die Folgen: Verliert Englisch an Einfluss in Europa?

Brexit und die Folgen: Die englische Sprache werde an Bedeutung abnehmen, so EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im vergangenen Mai.

Tatsächlich? Brüsseler Sprachenschulen sind sich da nicht so sicher.

Bei Berlitz verweist man auf die Brexit-Verhandlungen, die ja vor allem auf englisch geführt würden.

Englisch bleibe wichtig, aber zu erwarten sei zugleich, dass andere Sprache immer wichtiger würden, sagt Serge Langerock, zuständig für die Benelux-Länder und Russland.

Im Moment sei zwar die Nachfrage nach Englisch zurückgegangen, aber man könne nicht sagen, ob das etwas mit Brexit zu tun habe.

Beim British Council, dem britischen Kulturinstitut in der belgischen Hauptstadt, macht man sich indes schon Sorgen über den langfristigen Ruf der Sprache Shakespeares.

“Wir sind naturgemäß an freundlichen Beziehungen zwischen Großbritannien und anderen Ländern interessiert – nicht unbedingt zwischen Regierungen, aber zwischen den Menschen”, meint John Knagg, Anglistik-Berater beim Council.

Die verhärteten Fronten bei den Brexit-Gesprächen seien jedoch beunruhigend.

Brexit oder nicht, für die Teilnehmer eines Englisch-Kurses in Brüssel ist das uninteressant.

Sie halten an ihrem Unterricht fest.

Englisch sei wichtig fürs Business, sagt Wilfrid Huculak, ein belgischer Geschäftsmann, man müsse es einfach können – aus beruflichen Gründen.

Mit anderen Worten: to be or not to be, that’s the question.