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Millionen verseuchte Eier zurückgerufen

Mit Insektizid verseuchte Eier aus Belgien und den Niederlanden in NRW gefunden.

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Aus Belgien und den Niederlanden könnten deutlich mehr mit Insektizid belastete Eier nach Deutschland gelangt sein als bisher angenommen. In den Niederlanden wurden mehrere Millionen verseuchte Eier aus Supermärkten zurückgerufen.

Die Eier enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil und können gesundheitsschädlich sein, warnte die Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA. Das Insektizid kann in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen.

In Nordrhein Westfalen waren bereits am Sonntag fast 900.000 Eier aus dem Handel genommen worden. Zuvor waren an einer Packstelle mit Fipronil verseuchte Eier gefunden worden. Laut Behördenangaben wurden etwa 2,9 Millionen Eier aus den betroffenen Beständen nach NRW geliefert. Davon sollen rund 875.000 in den Handel gelangt sein. In dem Bundesland wird derzeit geprüft, ob auch andere Packstellen belastete Eier bekommen haben könnten.


In der vergangenen Woche war das Insektizid in den Eiern von sieben niederländischen Geflügelbetrieben gefunden worden. Ein Unternehmen hatte es benutzt, um Läuse auf den Höfen zu bekämpfen. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Daraufhin waren alle 180 Kunden des Schädlingsbekämpfungsunternehmens kontrolliert worden.

Was ist Fipronil?

Fipronil kommt als Pflanzenschutzmittel oder in der Veterinärmedizin zum Schutz von Hunden vor Flöhen und Zecken zum Einsatz. Der in den 1980er Jahren in Frankreich entwickelte Wirkstoff ist allerdings auch für Honigbienen in hohem Maße giftig. 2013 hat die Europäische Union daher beschlossen, den Einsatz des Mittels in der Landwirtschaft zu begrenzen. Um Bienenvölker besser zu schützen, darf es zum Beispiel nicht mehr zur Saatgutbehandlung von Mais verwendet werden. Beim Menschen kann Fipronil Haut und Augen reizen sowie Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen verursachen.