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Geht doch ins Hotel! Neues Gesetz stärkt Einwohner von Mallorca


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Geht doch ins Hotel! Neues Gesetz stärkt Einwohner von Mallorca

Der Massentourismus gehört zur spanischen Insel Mallorca wie der Reis zur Paella. Doch die Zutaten für einen allseits bekömmlichen Fremdenverkehr sind aus dem Gleichgewicht geraten.

Um die Einheimischen vor den ungewollten Nebenwirkungen des Tourismus’ zu schützen, greift nun die Regionalregierung ein. Die illegale Vermietung von Ferienunterkünften kann ab sofort eine Strafe von bis zu 40.000 Euro nach sich ziehen. So wollen die Behörden die Kontrolle behalten und bezahlbare Wohnung für die Einwohner der Insel erhalten.

“Unsere Bürger sehen die Einschränkungen, die der Tourismus verursachen kann, immer kritischer. Die Regierung ist derselben Ansicht. Wir arbeiten für Nachhaltigkeit und Ausgeglichenheit im Tourismus”, so der zuständige Minister der Regionalregierung der Balearen, Biel Barcelo.

So mancher Wohnungseigentümer macht seine Geschäfte lieber mit Touristen, denn in der Kurzzeitvermietung ist mehr Geld zu holen – oft ohne offizielle Genehmigung. Palmas Einwohner haben das Nachsehen.

“Ich weiß nicht, wo ich ab September wohnen werde. Ich kann nichts Bezahlbares finden. Mehr als 600 Euro im Monat gehen nicht, denn ich verdiene nicht genug”, so Einwohnerin Maria Luisa. Und Francisco, der auch in Palma lebt, findet: “Das Zentrum ist viel zu teuer, und nicht nur hier, die Insel im Allgemeinen.”

Das Problem kennen die Behörden auch in anderen Ferienregionen Spaniens, wie etwa in Barcelona. Dort hat die Stadtreinigung gut zu tun, denn vom Massentourismus und seinen Folgen frustierte Enwohner lassen ihren Unmut an Häuserwänden aus. Der Tenor: raus mit den Touristen.

Die Regionalregierung informierte nach Inkrafttreten des Gesetzes über den Kurznachrichtendienst Twitter über die die geänderte Sachlage. Die große Frage: “Was ist illegal?”