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Operalia: Ein Blick hinter die Kulissen


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Operalia: Ein Blick hinter die Kulissen

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Operalia-Gründer Placido Domingo gewährte uns einen Blick hinter die Kulissen des Gesangswettbewerbs und ins Allerheiligste – nämlich die Proben und alltägliche Arbeit.

Alan Buribajew, Chefdirigent des Opernhauses von Astana, war die Freude unschwer anzumerken, dass der traditionsreiche Wettbewerb in Kasachstan Halt macht. “Maestro Placido Domingo ist eine Institution, weil er ein unglaublich guter Sänger, ein wunderbarer Dirigent und Förderer der Kunst ist. Wir fühlen uns überaus geehrt und sind äußerst froh, dass Maestro Domingo den Operalia-Wettbewerb diesmal in der Oper von Astana veranstaltet”, so Buribajew.

Domingo hatte für den Gastgeber ebenfalls warme Worte parat. “Kasachstan ist ein Land, das innerhalb sehr kurzer Zeit gewachsen ist. Es wurde ein fantastisches Opernhaus errichtet, in dem wir uns befinden. Die Menschen hier lieben Opern. Innerhalb von drei Jahren haben sie etwa 28 Produktionen auf die Bühne gebracht – das Publikum ist begeistert, warum also nicht?”, sagte er.

Oper – das ist Domingo zufolge nicht nur Kunst, sondern auch handwerkliche Arbeit: “Ich habe den Sängern schon immer gesagt: Die Musik beginnt mit Mathematik. Doch dahinter – verborgen in der Mathematik – steckt all diese Leidenschaft, da ist Komisches, da sind Tränen, da ist Tragisches.”

Sein Wettbewerb Operalia stellt die Kandidaten vor große und ungewohnte Herausfordernungen, meint Domingo: “In Wettbewerben ist es andersherum. Ich sage den Teilnehmern: Sie kommen her und geben alles – Ihre ganze Leidenschaft. Dann geht’s zurück zur Mathematik, denn entweder bekommt man eine Acht, eine Neun oder eine Zehn. Wissen Sie, manchmal geht es um einen oder zwei Punkte.”

Der Südafrikaner Levy Sekgapane, der die Operalia-Preisrichter begeisterte, schätzte die Zusammenarbeit im Rahmen des Wettbewerbs überaus: “Als wir an meinem Beitrag für den Zarzuela-Preis arbeiteten, war es toll zu erkennen, wie seine Persönlichkeit durch die Musik zum Vorschein kam. Man konnte sehen, wie er eine Verbindung zwischen der Musik und seinem Innersten herstellte.”

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