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Gegen Samstagsarbeit: Streik im VW-Werk in Portugal

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Gegen Samstagsarbeit: Streik im VW-Werk in Portugal

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Mit einem Streik hat die Belegschaft des VW-Werks im portugiesischen Palmela gegen die geplante Einführung von Samstagsarbeit protestiert. Laut der Gewerkschaft beteiligt sich ein Großteil der rund 3500 Arbeitnehmer an der Arbeitsniederlegung, die bis Donnerstag um Mitternacht dauern soll.

“Fast niemand ging zur Arbeit. Man konnte sehen, dass die Busse praktisch leer waren. Der Streik beginnt mit einer großen Beteiligung”, sagt Gewerkschaftsmitglied José Carlos Silva.

Es ist der erste Streik seit Werksgründung 1991. Die Belegschaft protestiert gegen die neuen Schichtpläne. Für die Samstagsarbeit soll es finanzielle Entschädigungen geben, die eine Gehaltserhöhung von 175 Euro im Monat und einen zusätzlichen Urlaubstag vorsehen.

“Die größte Meinungsverschiedenheit gibt es zwischen denen, die gegen den Schichtplan und denen die gegen die Entschädigungen bzw. die kleine Entschädigung sind”, so ein Arbeiter.

“Ich wäre für eine angemessene Entschädigung für die Leute, die hier arbeiten”, sagt ein anderer. “Würden Sie auch am Wochenende arbeiten”, fragt die Journalistin.

“Nein, ich arbeite schon so viele Jahre und ich hoffe, es geht so weiter”, meint der Arbeiter.


VW will mit dem vor kurzem vorgestellten “T-Roc”, dem neuen SUV von Volkswagen, die Produktion in Portugal verdoppeln und versprach 1500 neue Arbeitsplätze. Vor dem Streik kam es laut Medienangaben nicht zu einem von der Gewerkschaft geforderten Treffen mit der Geschäftsführung.