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Schreckliche Details beim Mordprozess in Freiburg

Dem aus Afghanistan stammenden Mann wird vorgeworfen, in Freiburg eine 19-Jährige vergewaltigt und getötet zu haben.

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Schreckliche Details beim Mordprozess in Freiburg

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Beim Prozess in Freiburg im Breisgau gegen einen aus Afghanistan stammenden Flüchtling kommen grausame Details an Licht. Dem jungen Mann, der bei einer Gastfamilie lebte – die von seinen Drogenprobleme nichts gewusst haben soll – wird vorgeworfen, im Oktober 2016 eine Studentin erst überwältigt, gebissen, vergewaltigt und dann in die Dreisam geworfen zu haben, wo die 19-jährige Medizinstudentin ertrank.

Der Verdächtige gab am ersten Prozesstag an, zum Tatzeitpunkt nicht wie bislang angenommen minderjährig, sondern nach islamischem Kalender 18 Jahre alt gewesen zu sein. Die Anklage geht davon aus, dass er sogar 22 Jahre oder älter sein könnte und bezieht sich auf ein Altersgutachten. Als Grund für seine Lüge sagte der Flüchtling: “Wenn man minderjährig ist, ist die Situation in Deutschland besser.” Er habe in die Schule gehen wollen.

Der Angeklagte schilderte auch sein Leben in Afghanistan. Sein Vater habe gegen die Taliban gekämpft und sei getötet worden.

2013 war er in Griechenland wegen einer Gewalttat zu einer Haftstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Er wurde dann gegen Auflagen freigelassen, tauchte unter und kam im November 2015 ohne Papiere nach Deutschland. Dort wurde er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling anerkannt und in einer Pflegefamilie untergebracht. Beaufsichtigt wurde er vom Jugendamt. Dass er vorbestraft war, war den Behörden in Deutschland nicht bekannt.

Am Tatort in Freiburg waren Genspuren des Mannes festgestellt worden, Anfang Dezember wurde er mit Hilfe von Aufnahmen einer Überwachungskamera festgenommen.

Vor dem Gerichtsgebäude kam es zu einer Demonstration der Jugendorganisation der Alternative für Deutschland sowie zu einer Gegenkundgebung.