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Myanmar: Rebellen rufen einseitige Waffenruhe aus

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Myanmar: Rebellen rufen einseitige Waffenruhe aus

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Während weitere elf Rohingya-Dörfer in Myanmar niedergebrannt wurden, haben Rohingya-Rebellen jetzt eine einseitige Waffenruhe für einen Monat ausgerufen. Sie wollen auf diese Weise Hilfsorganisationen den Zugang in die Krisenregion Rakhine ermöglichen.

Was genau sich in den von Rohingyas bewohnten Gebieten abspielt, ist unklar. Menschenrechtsorganisationen und Geflüchtete berichteten, dass Armee und Zivilisten gezielt Dörfer niederbrannten und Rohingyas töteten. Journalisten sprachen von rund 6800 zerstörten Häusern.

Die Vereinten Nationen schätzen, dass in den vergangenen zwei Wochen rund 300.000 Angehörige der muslimischen Minderheit in Myanmar nach Bangladesch geflohen sind und mindestens 1000 getötet wurden.

Im Grenzort Cox’s Bazar herrschen elende Zustände, die Hilforganisationen sind vollkommen überfordert. Die Menschen campieren zu Tausenden nahe dem überfüllten Flüchtlingslager Kutapalong.

Die Fluchtwelle begann am 25. August während einer Militäroffensive gegen die Rohingya, ausgelöst durch einen Angriff von Rohingya-Rebellen auf einen Polizeiposten und eine Militärbasis im Bundesstaat Rakhine.

Das buddhistisch-dominierte Myanmar spricht von einem legitimen Kampf der Streitkräfte gegen Terroristen.