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Die Giga-Welt: Zukunft mit unbegrenzter Bandbreite


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Die Giga-Welt: Zukunft mit unbegrenzter Bandbreite

Im Netz zu sein, in Verbindung zu stehen – das verändert die Art wie wir leben, arbeiten und spielen. Was mit einer einfachen E-Mail begonnen hat, hat inzwischen alle Erwartungen übertroffen. Vor uns liegt eine Zeit, die wir die “Gigawelt” nennen. Eine Welt, in der Millionen Menschen Zugang zu Breitband-Netzten mit einer Geschwindigkeit von 1 Gigabit pro Sekunde und mehr haben. Eine neue Generation von Hochgeschwindigkeitsnetzen eröffnet eine neue Welt der Möglichkeiten. Einer aktuellen Studie zufolge wird die Gigawelt Innovationen im Wert von 250 bis 660 Milliarden Euro anstoßen, und zwar schon bis 2025. Drei Sektoren werden demnach im kommenden Jahrzehnt wachsen. Mixed Reality, virtuelle Telepräsenz und Automation.

Wir besuchen Max Doelle in seinem Studio in London für Mixed Reality. Er benutzt die HoloLens von Microsoft. “Ein Klient von mir ist ein Londoner Immobilienentwickler”, sagt er. “Für ihn virtuallisieren wir mit der HoloLens Möglichkeiten, wie seine Gebäude aussehen könnten. Er zeigt das Ergebnis dann möglichen Käufern. Die Hololens macht es möglich, einfach ein Gebäude auf einem Tisch darzustellen. Und dann noch eine Landkarte dazuzupacken, um zum Beispiel die Umgebung zu zeigen.”

In Madrid treffen wir die Managerin des Philips „Hospital to Home“-Programm. Eines der Geräte in der Tele-Medizin ist ein Tablet das es möglich macht, dass Patienten mit ihrem Arzt sprechen können, ohne dass sie ihre Wohnung verlassen müssen. „Die Ärzte und Pfleger schauen sich die Daten jeden Tag an”, sagt Christina Bescos. “Wir können viel schneller reagieren, wenn sich etwas ändert. Das ist viel effizienter und können bis zu 200 Patienten pro Tag versorgen.Betriebswirtschaftlich warden dadurch eindeutig Kosten gesenkt, vor allem im Bereich Notfall und Neuaufnahme. Die Patienten ersparen sich einige Besuche im Krankenhaus. Sie haben das Gefühl, selbst mehr Verantwortung für den Heilungsprozess zu übernemen.”

Das ist erst der Anfang für etwas, was eine Revolution im Gesundheitssektor sein könnte. “Alles wird mobil und tragbar. Die Technik bindet sich immer besser ein. Man bemerkt nicht einmal, wenn man zu Hause medizinisch überwacht und betreut wird”, so Bescos.

Die Universität Leeds hat gemeinsam mit vier anderen Unis ein Projekt gestartet, bei der es bis 2050 um eine Stadt geht, die sich selbst repariert. Ziel ist, die Kosten für Straßenarbeiten zu senken und so Geld zu sparen. Zu diesem Zweck werden Roboter und Drohnen eingesetzt, die Kameras installieren oder Schlaglöcher stopfen.

“Wir möchten, dass die Roboter selbst Fehler im Millimeterbereich erkennen und das Problem lösen, bevor es ernst wird”, sagt Raul Fuentes von der Uni Leeds. „Um einen Ort wie Leeds zu zu erhalten, bräuchten wir wahrscheinlich tausende Roboter. Sie müssten alle miteinander vernetzt sein. Es müsste wahrscheinlich ein Kontrollzentrum geben. Damit das alles möglich ist, brauchen wir eine signifikante Menge Bandbreite. Und deshalb setzen wir auf die Giga-Welt.”

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