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Trump in Puerto Rico: "Mit 16 Toten könnt Ihr sehr stolz sein. 16 gegen Tausende"

Nach wiederholten Hilferufen aus Puerto Rico ist Donald Trump am Dienstag auf die zerstörte Insel gereist. Anstatt den Menschen Mut zuzusprechen, bagatellisierte er die Zahl der Todesopfer. Viele Puerto Ricaner fühlen sich als US-Bürger zweiter Klasse.

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Trump in Puerto Rico: "Mit 16 Toten könnt Ihr sehr stolz sein. 16 gegen Tausende"

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Fast zwei Wochen ist es her, dass Hurrikan „Maria“ eine Schneise der Verwüstung durch Puerto Rico schlug. Jetzt ist US-Präsident Trump in das Katastrophengebiet gereist. Viel zu spät, finden viele Puerto Ricaner. Sie fühlen sich von Washington im Stich gelassen. Und Trump streute noch Salz in die Wunde. Maria sei vergleichsweise doch gar nicht so schlimm gewesen.

„Was in Sachen Lebensrettung passiert ist, ist toll. 16 Tote, das ist viel. Aber wenn man es mit den Tausenden Todesopfern anderer Hurrikans wie Katrina vergleicht, ist es doch nicht mal annäherungsweise so ernst. (…) 16 Tote gegen Tausende. Ihr könnt stolz sein“, so Trump bei seinem Blitzbesuch Puerto Rico.

Worte, die der Präsident an Menschen richtete, denen es immer noch am Nötigsten fehlt: an Strom, Lebensmitteln, Wasser und Benzin. Puerto Rico ist zwar kein Bundesstaat, aber das größte Außengebiet der USA. Die Puerto Ricaner sind US-Bürger. Scharfe Kritik an Trumps mangelnder Hilfsbereitschaft kam aus der Hauptstadt San Juan. „Wir sterben hier und ihr tötet uns mit eurer Ineffizienz“, so ihr Vorwurf der Bürgermeisterin an das Weiße Haus.


Trump warf bei seinem Blitzbesuch Klopapierrollen in die Menge. Kurz vor seiner Reise hatte er Puerto Rico auf Twitter übertriebene Ansprüche gegenüber Washington vorgeworfen.