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Malawi: Selbstjustiz gegen vermeintliche Vampire - UNO zieht Personal ab

Mindestens fünf Menschen umgekommen

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Malawi: Selbstjustiz gegen vermeintliche Vampire - UNO zieht Personal ab

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Wegen einer Vampir-Plage hat die UNO Mitarbeiter aus zwei Bezirken (Mulanje und Phalombe) im südlichen Malawi abgezogen. Nicht dass sie an deren Existenz glauben würde – aber die Vampir-Ängste haben pöbelnde Gewalttäter auf den Plan gerufen, mindestens fünf Menschen starben.

allviews Created with Sketch. Meinung

"Bezirke Mulanje und Phalombe "durch kursierende Geschichten über Blutsaugerei und die mögliche Existenz von Vampiren schwer getroffen""

“Vampirescare in Malawi prompts UN to move staff aftermob violence, report says” via FOX NEWS https://t.co/FhZxX7hHww pic.twitter.com/drexg7rsEt

WWE (@WWE_Wrestling0) 10 octobre 2017

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt, in ländlichen Gebieten glauben viele an Hexerei.

Die UN-Sicherheitsbehörde (United Nations Department of Safety and Security, UNDSS) in einem Bericht: Die Bezirke Mulanje und Phalombe seien “durch die kursierenden Geschichten über Blutsaugerei und die mögliche Existenz von Vampiren schwer getroffen worden”.

🇲🇼 Security Message fromUS Embassyin Malawi cautions againsttravelto MulanjeDistrict afterspateof vigilantismhttps://t.co/gAbkfvD3rF pic.twitter.com/1hlSOhahKM

OSAC (@OSACState) 22 septembre 2017

Vampire scare prompts UN pulloutfromsouthernMalawi https://t.co/poEZe8QYFb pic.twitter.com/CKU5X0fEIE

— TR_FoundationNews (@AlertNet) 10 octobre 2017

Die Übergriffe spielten sich rund um den Berg Mulanje ab. Am Wochenende schlug ein wütender Mob zwei Männer tot, weil sie “für Blutsauger gehalten wurden”, erklärte Polizeisprecher James Kadadzera. Davor lynchte eine Gruppe einen örtlichen Stammeshäuptling, der beschuldigt wurde, mit Vampiren unter einer Decke zu stecken.

Mulanjeislit fam. 😂 😂 😂 pic.twitter.com/pPsXtlysB8

— Black (@Black_Afroul) 10 octobre 2017

“Es gibt keine Beweise dafür”, so Kadadzera. Die Bevölkerung “nehme das Gesetz in die eigene Hand.” Die Polizei habe 100 Mann in die Region geschickt, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Doch bewaffnete Einheimische errichteten weiter Straßensperren und patrouillierten durch die Straßen.

su
Symbolfoto: Daniel Košinár