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Lächeln! "Big Brother" wacht in China über die Massen

170 Millionen Überwachungskameras beobachten in China die Bürger, bis 2020 sollen es 450 Millionen sein. Der Staat setzt dabei massiv auf digitale Möglichkeiten.

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Lächeln! "Big Brother" wacht in China über die Massen

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“Big brother is watching you” – in China ist dieser Orwellsche Spruch schon längst Wirklichkeit. 170 Millionen Überwachungskameras beobachten landesweit die Bürger, bis 2020 sollen es 450 Millionen sein. Der Staat setzt dabei massiv auf digitale Möglichkeiten, allen voran Gesichtserkennung. Das System identifiziert jedes bereits registrierte Gesicht und ist dazu in der Lage, es mit anderen im Internet vorhandenen Daten des Users zu verknüpfen.

Das alles geschehe zum Wohl der nationalen Sicherheit wie der Bertreiber einer der größten Plattformen für Gesichtserkennung in China bestätigt. Man sammle Big Data, diese Daten würden den Vorgaben gemäß für diverse Dienstleistungen ausgewertet.

Der Staat nutzt die Möglichkeiten der digitalen Gesichtserkennung bereits in einigen Städten, um Bürger zu erziehen, beispielsweise, wenn sie bei rot über die Ampel gehen. Auch bei der Jagd nach Verdächtigen werden die intelligenten Kameras vielerorts eingesetzt. Im Namen der Sicherheit kann nahezu jeder überwacht werden. Kein so gutes Gefühl.

Manchmal sorge er sich, was mit seinen persönlichen Daten geschehe, sagt ein Mann auf der Straße. Im Prinzip sei es sehr praktisch, man gewöhne sich daran.

Beispielsweise in öffentlichen Toiletten, um den Diebstahl von Klopapier zu verhindern, wie hier in der Nähe des Himmelstempels. Wer Toilettenpapier haben möchte, muss sich zunächst einem Gesichtsscan unterziehen. Im Gegenzug spuckt der Automat genau 60 Zentimeter von der Rolle. Big Brother lässt grüßen …