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"Hyper Real" - wenn künstliche Menschen Instinkte wecken


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"Hyper Real" - wenn künstliche Menschen Instinkte wecken

Ein Treffen müder Rollstuhlfahrer? Nein, eine Ausstellung, die Manchen Angst macht: “Hyper Real” in der Australian National Gallery in Canberra. Die Exponate von 30 Künstlern mit Silikonhaut, Glasaugen und menschlichem Haar sind so “hyperreal”, dass man sie manchmal erst auf den zweiten Blick als Fälschung erkennt.

Wenn es nach Sam Jinks geht, einem Künstler aus Melbourne, werden wir uns an diese Momente der Irritation gewöhnen müssen: Er arbeitet seit 2 Jahren mit einem Roboter-Ingenieur an einer möglichst menschlichen Haut.

Sam Jinks, bildender Künstler:

“Es ist, als würde jemand einen Raum betreten und aus den Augenwinkeln eine Schaufensterpuppe oder so etwas wahrnehmen. Die Menschen reagieren physisch, und ich meine, das gibt Zugang zu einem bestimmten Teil der menschlichen Natur, man kann es fast Instinkt nennen.”


Er meint: “Wir stehen offenkundig an der Schwelle, Roboter zu schaffen, die nicht nur erstaunliche Leistungen erbringen, sondern sich auch wie Menschen bewegen und sprechen können.”

Die leitende Kuratorin der Australian National Gallery, Jaklyn Babington, beschreibt, was in den Besuchern vorgeht:

“Dieser Moment der Doppel-Wahrnehmung, wenn wir nicht genau wissen, was wir da gerade vor uns sehen, wenn wir intellektuell, nur ein bisschen … und wenn es nur einen Bruchteil einer Sekunde dauert.”


Zu sehen in der National Gallery bis Mitte Februar 2018.

su

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