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Matthias Höhn tritt als Bundesgeschäftsführer der Linken zurück

Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn, verkündete seinen Rücktritt von seinem Posten.

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Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Matthias Höhn, ist zurückgetreten. Hintergrund sollen Unstimmigkeiten mit den beiden Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sein.

Der interne Streit bei den Linken schwelt schon länger. Im Vorfeld zur Bundestagswahl hatte das Duo Höhn kritisiert. Er soll sich im Wahlkampf auf die beiden Spitzenkandidaten der Partei, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, fokussiert haben, gegen den Willen der Parteispitze. Auch soll Höhn die Parteivorsitzenden nicht entschieden genug gegen Angriffe des früheren Parteichefs Oskar Lafontaine verteidigt haben.

Nach dem Wahlkampf eskalierte der Streit zwischen den Partei- und Fraktionsvorsitzenden. Zwar wurde dieser nach der Wiederwahl von Wagenknecht und Bartsch als Fraktionsvorsitzenden offiziell beigelegt, schwelte aber weiter. Höhn stand damit zwischen den parteiinternen Fronten.

Entgegen ersten Berichten bedauerten Riexinger und Kipping den Rücktritt des Bundesgeschäftsführers in einer gemeinsamen Mitteilung. Sie hätten sich gewünscht, die erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen. Die Linke hatte mit Höhn als Wahlkampfleiter bei den Bundestagswahlen 2017 ihr zweitbestes Ergebnis erzielt.

Höhn war seit 2012 Bundesgeschäftsführer der Linken und auch Wahlkampfleiter. Seit der Bundestagswahl ist er zudem als Abgeordneter im Parlament. Der Fraktionsvorsitzende Bartsch bedauerte die Entscheidung Höhns, er wünsche sich Höhn als “sehr aktives Mitglied seiner Fraktion”.

Als kommissarischer Nachfolger wird der frühere Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf gehandelt. Er soll bis zur nächsten Neuwahl auf einem im kommenden Juni geplanten Parteitag das Amt übernehmen.