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Human Rights Watch: Massenvergewaltigungen in Myanmar

In dem südostasiatischen Staat gebe es eine ethnische Säuberung gegen die Minderheit der Rohingya, erklärt die Menschenrechtsorganisation.

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Menschenrechtler haben die Gewalt in Myanmar gegen die muslimische Minderheit Rohingya als “Völkermord” bezeichnet. Es gebe “zunehmend Beweise” für diese Anschuldigung, erklärten die Menschenrechtsorganisation Fortify Rights und das Holocaust-Museum in Washington. Human Rights Watch berichtete zudem von Massenvergewaltigungen.

“Seit dem 25. August betreibt das Militär von Myanmar eine ethnische Säuberung gegen die Rohingya im nördlichen Bundesstaat Rakhine”, erklärt Skye Wheeler von Human Rights Watch. Das Ergebnis sei eine humanitäre Krise drastischen Ausmaßes, die erschreckend schnell voranschreite.


Die Vergewaltigungen zahlloser Frauen und Mädchen durch Soldaten und andere Gräueltaten seien Verbrechen gegen die Menschlichkeit, heißt es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation. Eine Überlebende eines Massakers berichtet: “Ich hatte eine Nachbarin, ein Mädchen namens Din-newaz”, erzählt . “Sie war sehr schön. Drei Soldaten haben gesehen, wie sie sich versteckte hat. Sie haben sie gepackt und auf den Boden gelegt. Dann haben sie sie ausgezogen und zwei Soldaten haben sie vergewaltigt. Danach hat einer der Soldaten sie erschossen. All das habe ich selbst gesehen.”

Der seit Jahren andauernde Konflikt in Myanmar war Ende August eskaliert, als Rohingya-Rebellen Soldaten und Polizisten angriffen. Das Militär reagierte mit Gegengewalt. Mehr als 600.000 Rohingya flüchteten ins benachbarte Bangladesch.