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Moody's stuft Indien hoch - nach fast 14 Jahren

Die Rating-Agentur begründet die Heraufstufung mit Fortschritten bei politischen und Wirtschaftsreformen

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Moody's stuft Indien hoch - nach fast 14 Jahren

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Wegen wirtschaftlichfreundlicher Reformen wertet die Ratingagentur Moody’s Indiens Kreditwürdigkeit auf. Die Note wurde von “Baa3” auf “Baa2” heraufgestuft, so die US-Agentur.

Es ist die erste Hochstufung des Schwellenlandes durch die Moody‘s-Experten seit fast 14 Jahren. Investitionen in indische Staatsanleihen werden damit als durchschnittlich gute Anlage eingeschätzt, wobei eine Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Situation zu Problemen führen könne. Der Ausblick ist stabil, so dass vorerst nicht mit weiteren Änderungen der Bonitätsnote zu rechnen ist. Finanzminister Arun Jaitley nannte die Entscheidung eine “verspätete Anerkennung” der Reformen der Regierung.


WIRTSCHAFT SOLL 6,7 PROZENT WACHSEN

An den Märkten kam die Nachricht gut an: Aktien, Anleihen und die Landeswährung Rupie legten zu. “Es ist, als ob der Weihnachtsmann schon seinen Geschenkesack geöffnet hätte”, sagte Analystin Lakshmi Iyer vom Kotak Mutual Fund, Mumbai. “Das dürfte zu niedrigeren Zinsen bei allen Laufzeiten führen”. Je besser die Bonitätsnote, desto geringer sind in der Risikoaufschläge, die Investoren für ihr Geld verlangen.

Moody’s begründete die Heraufstufung mit Fortschritten bei politischen und Wirtschaftsreformen. Die hatte zuvor bereits die Weltbank anerkannt: In ihrer Doing-Business-Rangliste, in der die Unternehmensfreundlichkeit der Länder bewertet wird, kletterte Indien um 30 Plätze nach oben. Moody’s traut dem Land in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 6,7 Prozent zu – etwa so viel wie im benachbarten China.


su mit Reuters