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Venezuela: Krisengespräche vertagt

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Venezuela: Krisengespräche vertagt

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REUTERS/Ricardo Rojas
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Die Krisengespräche zwischen der venezolanischen Regierung und Opposition sind ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Verhandlungspartner haben sich darauf geeinigt, die Gespräche am 15. Dezember wieder aufzunehmen. Bei dem Treffen in der Dominikanischen Republik seien jedoch erhebliche Fortschritte gemacht worden, hieß es in einer Erklärung.

"Die wichtigste große Nachricht ist, dass wir uns zusammengesetzt haben", so Jorge Rodriguez, Kommunikationsminister. "Die wichtigste große Nachricht ist, dass wir angestrengt über Themen gesprochen haben, die für Venezuela sehr wichtig sind."

Die Opposition hofft vor allem auf Wahlen im kommenden Jahr. Parlamentspräsident Julio Borges: "Wir sind nicht hierhergekommen, um zu verhandeln oder im Namen der Venezolaner eine Zukunft zu gestalten. Wir sind hierhergekommen, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass jeder Venezolaner in den kommenden Monaten an der Wahlurne eine Entscheidung treffen kann. Damit es Wandel gibt, damit unser Land vorankommt."

Die Opposition in Venezuela befürchtet, dass Präsident Nicolas Maduro eine Diktatur errichten will. Er hatte im Sommer das Parlament entmachtet, das von den Regierungsgegnern kontrolliert wird. Venezuela steckt in einer tiefen Wirtschaftskrise und ist das Land mit der höchsten Inflation der Welt.