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Jemen: Partei bestätigt Tod von Ex-Präsident Saleh

Derweil tobt der Bürgerkrieg in dem bitterarmen Land blutiger denn je. Die Leidtragenden sind vor allem Zivilisten.

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Jemen: Partei bestätigt Tod von Ex-Präsident Saleh

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Jemens Ex-Präsident Ali Abdullah Saleh ist tot – von Huthi-Rebellen erschossen. Das hat mittlerweile auch seine Partei bestätigt. Zuvor waren in den sozialen Netzwerken Bilder kursiert, die den leblosen Körper Salehs zeigen sollen, am Kopf eine große Wunde.

Salehs Haus haben die Rebellen zerstört. Der 75-Jährige soll aber nicht dort, sondern auf der Flucht aus der Hauptstadt Sanaa getötet worden sein.

Der frühere Präsident hatte sich am Wochenende von den Huthis losgesagt – um ins Lager Saudi-Arabiens zu wechseln. Daraufhin warfen ihm die Rebellen Hochverrat vor und lieferten sich heftige Gefechte mit Salehs Anhängern.

Ein Huthi-Unterstützer sagt: „Die Lage auf den Straßen hat sich heute etwas beruhigt. Die Menschen sind entspannter. Der Tod Salehs ist eine gute Nachricht. Er wollte uns ins Chaos stürzen und an die Saudis verkaufen. Saleh war die letzte Karte, die die Militärkoalition spielen musste.“

Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi rief die Jemeniten zum Kampf gegen die Huthis auf. Aus dem Exil in Riad befahl er seinen Truppen, Sanaa zurückzuerobern. Er versprach außerdem Straffreiheit für frühere Verbündete der Rebellen, die sich jetzt auf die Seite der Regierung stellen.

Die Huthis bezeichnete Hadi als militärische Handlanger des Iran. Von diesem könnten die Rebellen nach dem Tod Salehs noch abhängiger werden. Saudi-Arabien hat bereits neue Offensiven im Jemen angekündigt.