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Putin: Olympia-Ausschluss "politisch motiviert"

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Putin: Olympia-Ausschluss "politisch motiviert"

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich nach dem Ausschluss der russischen Olympiamannschaft von den Winterspielen im Februar zu Wort gemeldet.

„Es sieht alles nach einer orchestrierten und politisch motivierten Entscheidung aus. Doch wir werden keinesfalls einen Boykott aussprechen und unsere Olympioniken auch nicht daran hindern, an den Spielen teilzunehmen, wenn sie das mit ihren persönlichen Möglichkeiten tun wollen“, sagte er.

Es gebe nach wie vor viele offene Frage, etwa wie in der Praxis mit russischen Athleten umgegangen werde, so Putin weiter.

Neben dem Ausschluss der russischen Mannschaft wurde zudem der stellvertretende Regierungschef und frühere Sportminister Witali Mutko auf Lebenszeit aus der „Olympischen Familie“ verbannt.

Maria Sacharowa, Sprecherin des Außenministeriums, wähnt hinter den IOC-Strafmaßnahmen wie Putin politische Motive.

„Ich glaube, das ist alles mit der Tatsache verbunden, dass man es nicht geschafft hat, Russland zu isolieren und dass der Kreuzzug gegen Russland fehlgeschlagen ist. Die Isolierung wurde nicht erreicht. Doch diese Absicht gibt es noch immer, dafür werden immer noch Kraft und Mittel eingesetzt. Warum werden diese nicht mal auf anderen Ebenen verwendet?“, fragte Sacharowa.

Der Vorsitzende des Nationalen Olympischen Komitees Russlands, Alexander Schukow, wurde bis auf weiteres aus dem IOC verbannt. Er sagte:

„Wichtig ist, dass das IOC Dopingvergehen einen Riegel vorschieben will. Das IOC erkennt es an, dass wir eine Menge Arbeit investiert haben, um unser Anti-Doping-System in Ordnung zu bringen. Doch dass weder unsere Hymne noch unsere Flagge bei Olympia zu hören beziehungsweise zu sehen sein wird, ist ein sehr großer Nachteil“, erläutert Schukow.