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"Licht gegen die Dunkelheit": Chanukka-Leuchter in Berlin entzündet

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"Licht gegen die Dunkelheit": Chanukka-Leuchter in Berlin entzündet

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REUTERS/Fabrizio Bensch
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In Berlin wurde am Dienstagabend das jüdische Chanukka-Fest eingeläutet. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller und Gemeinderabbiner Yehuda Teichtal entzündeten gemeinsam des erste der acht Lichter am Riesenleuchter vor dem Brandenburger Tor. 

Bei dem Festakt standen die jüngsten anti-israelischen Demonstrationen im Zentrum der Aufmerksamkeit, bei denen aus Protest gegen die Jerusalem-Entscheidung von US-Präsident Trump Israel-Fahnen-Fahnen verbrannt und antijüdische Parolen gerufen worden waren.

"Wir sind hier heute, um laut und deutlich zu sagen: 'Am Israel'!", so Yehuda Teichtal, Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. "Wir wollen eine lebendige jüdische Gesellschaft und ein positives Miteinander."

Heiko Maas Justizminister Maas sagte: "Was hier geschehen ist vor einigen Tagen, dazu auch noch rufen: 'Tod den Juden', hier an diesem symbolträchtigen Ort, das sind keine Demonstranten, das sind Straftäter, die gehören nicht auf die Straße, sondern vor ein Gericht."

Im Netz kursierte unter dem hashtag #berlinukka ein Aufruf, die Veranstaltung mit einer Mahnwache zu begleiten. Die Teilnehmer wollen "Gesicht zeigen gegen Antisemitismus, Israelhass und brennende Davidsterne". Es wurde dazu aufgerufen, sich am Pariser Platz zu versammeln. Zeitgleich fand eine anti-israelische Demonstration am Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof statt. Die Polizei hatte dieser zur Auflage gemacht, dass nicht wieder Fahnen verbrannt werden. Dennoch gab es mehrere Festnahmen.

Am vergangenen Freitag war es bei einer propalästinensischen Demonstration vor der US-Botschaft in Mitte zu aggressiven antiisraelischen und antijüdischen Aktionen gekommen.

Das jüdische Lichterfest erinnert an die Neuweihe des Tempels in Jerusalem im Jahre 165 vor der christlichen Zeitrechnung. Es dauert acht Tage und wird mit Freunden und Familie gefeiert.