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"Keine Meinungsunterschiede über den Jerusalem-Status rechtfertigen das"

Seitdem US-Präsident Trump Jerusalem als Israels Haupstadt anerkannt hat, gehen auch in Berlin die Menschen auf die Straße. Teilweise demonstrieren sie friedlich, doch es wurden auch Flaggen mit dem Davidstern verbrannt. Eine besorgniserregende Entwicklung, sagen deutsche Politiker.

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"Keine Meinungsunterschiede über den Jerusalem-Status rechtfertigen das"

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Die Proteste mit antisemitischen Parolen und brennenden Israel-Symbolen haben in Deutschland für große Bestürzung gesorgt. Die Bundesregierung verurteilte das Vorgehen aufs Schärfste.

Meinung

Wir wenden uns gegen alle Formen von Antisemitismus und Fremdenhass. Keinerlei Meinungsunterschiede auch über die Frage des Status von Jerusalem rechtfertigen ein solches Vorgehen.

Angela Merkel Deutsche Bundeskanzlerin

"Wir wenden uns gegen alle Formen von Antisemitismus und Fremdenhass. Und keinerlei Meinungsunterschiede über den Status von Jerusalem rechtfertigen solches Vorgehen. Der Staat muss mit allen Mitteln des Rechtsstaates dagegen einschreiten," sagte Kanzlerin Angela Merkel.

Grünen-Chef Cem Özdemir warnte Migranten davor, sich an anti-israelischen Protesten zu beteiligen. Das Existenzrecht Israels gehöre zur deutschen Staatsraison. Dass müssten auch Flüchtlinge ohne Einschränkungen akzeptieren:

Die Berliner Polizei will weitere Kundgebungen in den kommenden Tagen im Auge behalten. Dass das ausreicht, bezweifelt allerdings der Zentralrat der Juden in Deutschland. Dessen Präsident Josef Schuster forderte in der Rhein Neckar-Zeitung, Demonstrationen sofort aufzulösen, wenn israelische Symbole geschändet werden.

Am Wochenende wurden in Berlin israelische Flaggen verbrannt, als Tausende Menschen gegen Donald Trumps Entscheidung demonstrierten, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Zehn Menschen wurden festgenommen.