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Venezolaner müssen Schlange stehen

Die Versorgungslage in dem südamerikanischen Land ist schwierig. Präsident Nicolas Maduro will mit einer neuen Währung für Abhilfe sorgen.

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Venezolaner müssen Schlange stehen

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Lange Warteschlangen vor Läden in Venezuela: Nachdem es vereinzelt zu Plünderungen von Geschäften gekommen war, wurde der Schutz von Supermärkten erhöht, Sicherheitsleute ließen mancherorts nur eine bestimmte Anzahl an Kunden gleichzeitig in die Läden. Die Preise waren kräftig gestiegen, zuletzt wiesen die Behörden deshalb für bestimmte Waren eine Senkung an.

„Wir verstehen, dass Supermarktketten das Recht haben, die Preise heraufzusetzen, doch nicht derart drastisch. Dreihundert Prozent! Es sollte eine Regulierung geben. Wenn es diese gäbe, könnten wir auch Dinge kaufen.“

Der Internationale Währungsfonds geht in einer Schätzung davon aus, dass die Inflation in Venezuela in diesem Jahr bei mehr als 2300 Prozent liegen wird.

Eine Frau berichtet, wie sie die Versorgungslage erlebt: „Wir waren sehr früh hier, sind aber nicht in den Laden reingekommen. Vergangene Nacht waren die Preise noch deutlich niedriger. Jetzt sind die Preise lächerlich, viel zu hoch im Verhältnis zum Auskommen der Venezolaner.“

Präsident Nicolas Maduro kündigte an, sein Land werde eine Digitalwährung namens Petro einführen, deren Preis an Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas, Gold und Diamanten geknüpft sein soll. Damit will Venezuela US-Sanktionen unwirksam machen.