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Shinzo Abe und der schlechteste Moment für eine Reise nach Rumänien

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Shinzo Abe und der schlechteste Moment für eine Reise nach Rumänien

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REUTERS/Ints Kalnins
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Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe (63) wollte eigentlich an diesem Dienstag in Bukarest seinen rumänischen Amtskollegen treffen. Der hohe Besuch aus Japan gilt als historisch.

Aber der Sozialdemokrat Mihai Tudose (50) war am Montagabend zurückgetreten. Und so schnell wollte oder konnte niemand aus der Regierung einspringen. Journalisten in Bukarest scherzten, Shinzo Abe müsse nun in seinem Hotel bleiben - oder sich anderswo die Zeit vertreiben.

Der Rücktritt von Mihai Tudose kam überraschend - doch Tudose hatte sich schon seit einer Weile einen innerparteilichen Machtkampf mit dem starken Mann der Sozialdemokraten Liviu Dragnea geliefert. Zudem hatten Bemerkungen von Mihai Tudose für Empörung gesorgt, in denen er drohte, nach Unabhängigkeit strebende Vertreter der ungarischen Minderheit in Rumänien "zu hängen".

Bevor der Nachfolger von Mihai Tudose bestimmt wird, musste Shinzo Abe warten.

Erst später sollte der liberal-konservative Präsident von Rumänien, Klaus Johannis den japanischen Regierungschef treffen. 

Dabei hatten Luftfahrtfreunde begeistert die Ankunft von Shinzo Abe gefilmt.

Shinzo Abe war vor Rumänien in Serbien und in Litauen, wo er in Kaunas (siehe Foto ganz oben) an den japanischen Schindler erinnerte, einen Diplomaten, der viele Menschen vor der Verfolgung durch die Nazis rettete.