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Judo Grand Prix in Tunis: Sieg für das Wundermädel

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Judo Grand Prix in Tunis: Sieg für das Wundermädel

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Bühne frei für den ersten Wettkampftag beim Judo Grand Prix in Tunis. Die Judoka des Tages war Daria Bilodid. Die 17 Jahre alte Ukrainerin gewann in der Wettkampfklasse bis 48 Kilogramm Gold in der tunesischen Hauptstadt. Im vergangenen Jahr wurde das Wundermädel aus Kiew bereits Europameisterin. In Tunis bezwang sie im Finale die Rumänin Alexandra Pop und überrumpelte ihre Gegnerin im Stile einer Altmeisterin: Für den SanGaku Gatame, einen Dreieckshaltegriff, heimste sie den siegbringenden Ippon ein.

“Ich freue mich: Es ist eine Goldmedaille – die gewinne ich mit Vorliebe. Der SanGaku Gatame ist einfach mein Griff! Ich nutze den oft und hatte heute die Gelegenheit ihn einzusetzen”, sagte Bilodid nach ihrem Triumph.

Der Mann des Tages kommt aus Frankreich: Walide Khyar zeigte in Tunis Spektakuläres auf der Matte. Sein Widersacher im Finale der Wettkampfklasse bis 60 Kilogramm war der Slowene Matjaz Trbovc. Der 22-jährige Franzose brachte einen sehenswerten Ura-Nage, einen Rückwurf, an – Ippon und damit Gold war die Konsequenz. Welch ein Auftakt ins Judojahr 2018 für den amtierenden Europameister!

Blicken wir auf das Finale bei den Damen bis 52 Kilogramm: Jessica Pereira aus Brasilien und Distria Krasniqi aus dem Kosovo hatten sich durchgekämpft und machten nun Gold unter sich aus. Die Brasilianerin erhielt für einen Ko-Uchi-Maki-Komi den ersehnten Ippon – und anschließend vom Vorsitzenden des Weltjudoverbandes Marius Vizer die goldene Belohnung überreicht.

Das Finale in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm wurde fast zur Endlosschleife: Erst nach mehr als siebenminütiger Verlängerung gewann der Usbeke Schachram Achadow dank einer Waza-Ari-Wertung: Taroh Fujisaka konnte den Schulterwurf seines Widersachers nicht verhindern und musste sich geschlagen geben. Am Ende ihrer Kräfte waren nach dem Marathonkampf beide Judoka.

Nora Gjakova aus dem Kosovo setzte sich in der Klasse bis 57 Kilogramm durch und nahm Gold aus Tunis mit nach Hause. Im Halbfinale schaltete sie Miryam Roper aus Panama aus und bekam es im Goldkampf mit Kwon Yu Jeon aus Korea zu tun. Auch hier gewann Gjakova und belegte nach Antalya und Den Haag 2017 zum dritten Mal den ersten Rang bei einem Grand Prix.

Und zu guter Letzt die Szene des Tages: Für diesen zeichnete Miryam Roper verantwortlich. Im Bronzekampf gelang ihr ein wunderbarer Ko-soto-gake: Ein echter Hingucker am ersten Tag des Judo Grand Prix von Tunis.