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Vergifteter Spion, US-Wahlkampf: Russen schütteln den Kopf über Ost-West-Scharmützel

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Vergifteter Spion, US-Wahlkampf: Russen schütteln den Kopf über Ost-West-Scharmützel

Vergifteter Spion, US-Wahlkampf: Russen schütteln den Kopf über Ost-West-Scharmützel
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REUTERS
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Der Kreml hat auf die Verhängung von US-Sanktionen gegen Russland reagiert. Der stellvertretende russische Außenminister Sergei Alexejewitsch Rjabkow erklärte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA, Moskau werde auf die Strafmaßnahmen "nach dem Gleichheitsprinzip" antworten. Dazu gehöre etwa die Ausweitung der schwarzen Liste von US-Bürgern. Gleichzeitig betonte Rjabkow, den Dialog mit Washington aufrechterhalten zu woillen.

Personen in den USA, die die amerikanisch-russischen Beziehungen zerstören wollten, "spielen mit dem Feuer", sagte Rjabkow. Er wollte auch weitergehende Reaktionen Moskaus auf die Sanktionen nicht ausschließen.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hatte wegen mutmaßlicher russischer Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 Sanktionen gegen Moskau verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich nach Angaben des US-Finanzministeriums gegen 19 Personen und fünf Organisationen rund um die sogenannte die "Troll-Fabrik" in Sankt Petersburg , die die US-Präsidentenwahl beeinflusst haben soll. Moskau werde auf die Strafmaßnahmen "nach dem Gleichheitsprinzip" antworten, hieß es im Außenministerium. Dazu gehöre etwa die Ausweitung der schwarzen Liste von US-Bürgern mit Einreiseverbot.

Wie nach dem Giftanschlag auf einen Ex-Spion in Großbritannien liefert
sich Russland einen Schlagabtausch mit westlichen Ländern. Die Zeichen stehen auf Konfrontation.

Stimmen aus Moskau vor der Präsidentenwahl in Russland an diesem Sonntag.

Knara:

„Ich finde das schrecklich, eine Nation gegen die andere. Ich habe Familie und Freunde in den Staaten, ich fahre ziemlich oft hin, die Menschen dort lieben Russen und unser Präsident ist sehr beliebt bei normalen Leuten. Jedes Mal wenn ich da bin, höre ich "Oh, Herr Putin!“

Ein anderer Moskauer:

„Das ist Unsinn. Wie können wir etwas mit der Wahl von Donald Trump zu tun haben? Das ist nichts als Politik, das ist es."

Vyacheslav Kiselyov:

„Ich nehme an, wir müssen auf vernünftigere Staatslenker warten; mit den jetzigen werden wir nichts erreichen.“

FALL SKRIPAL

Die britische Regierung verdächtigt Russland, hinter dem Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter in Großbritannien zu stecken. Sie ordnete die Ausweisung von 23 russischen Diplomaten an. Russland weist die Anschuldigungen zurück und will als Reaktion britische Diplomaten ausweisen, so Außenminister Sergej Lawrow.

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su mit dpa