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Gehälter in Europa: In diesen Ländern gab es 2017 weniger Geld

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Gehälter in Europa: In diesen Ländern gab es 2017 weniger Geld

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In neun EU-Ländern haben Arbeitnehmer im Jahr 2017 weniger verdient als im Jahr 2010. Das geht aus einem Bericht des Europäischen Gewerkschaftsbunds (EGB) hervor.

In Griechenland sind die Löhne im vergangenen Jahr um 19,1 % gesunken. Das krisengeschüttelte Land ist damit an der Spitze der europäischen Länder, in denen die Gehälter in den vergangenen sieben Jahren erheblich gefallen sind.

Auch in Zypern ( -10.2 %), Portugal (-8.3 %), Kroatien ( -7.9 %), Spanien ( -4.4 %) und Italien ( -4.3 %) , Großbritannien ( -2.4 %), Belgien ( -1.1 %) und Finnland (-1 %) haben Arbeitnehmer in dieser Periode Lohnkürzungen hinnehmen müssen.

In sechs von diesen Ländern (Italien, Großbritannien, Spanien, Belgien, Griechenland und Finnland) waren die Gehälter 2017 zudem geringer als 2016 - und das trotz Berichten über eine gute Wirtschaftlichslage in der EU.

Hauptgrund für sinkende Löhne in diesen Ländern sind Sparmaßnahmen der Kreditgeber im Rahmen von Hilfpaketen. Darin wird von den Regierungen gefordert, Löhne und Renten zu kürzen.

"Trotz aller Gerüchte über eine wirtschaftliche Erholung sind die Arbeitnehmer in vielen großen Ländern immer noch schlechter dran als vor der Krise", sagte Esther Lynch, Generalsekretärin des Europäischen Gewerkschaftsbundes.

Arbeitskräfte müssten weiter Abstriche machen, so Lynch. "Kein Wunder, dass selbst die Europäische Kommission und die Europäische Zentralbank ein stärkeres Lohnwachstum fordern. Sie ist nicht nur für die soziale Gerechtigkeit, sondern auch für das Wachstum und die Schaffung hochwertiger Arbeitsplätze unerlässlich."

Die Zahlen werden vom EGB aus unabhängigen Daten vom Februar 2018 berechnet und beziehen sich auf Reallöhne - den Wert der Löhne unter Berücksichtigung der Lebenshaltungskosten.

Der EGB vertritt 82 nationale Gewerkschaftsbünde aus 36 Ländernund 12 europäische Branchenverbände mit insgesamt 60 Millionen Mitgliedern.

Den vollen EGB-Bericht "Benchmarking Working Europe 2018" finden Sie hier zum Download (auf Englisch).