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Skandal um Ted Kennedy: "Chappaquiddick", 49 Jahre später

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Skandal um Ted Kennedy: "Chappaquiddick", 49 Jahre später

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"Chappaquiddick": Der neue Streifen von Regisseur John Curran beschreibt den Skandal um den ehemaligen US-Senator Edward Moore "Ted" Kennedy, der 1969 einen mysteriösen Autounfall auf der kleinen Insel vor der Küste des US-Bundesstaats Massachusetts hatte. Er war dabei am Steuer.

Im Wagen saß die 28 Jahre alte Wahlkampfhelferin Mary Jo Kopechne, gespielt von Schauspielerin Kate Mara. Kennedy rannte weg und meldete das Geschehen erst Stunden später. Seine Mitfahrerin ertrank.

REUTERS/Mario Anzuoni
Schauspieler Jason Clarke, Kate Mara und Ed Helms bei der Filmpremiere von "Chappaquiddick" im kalifornischen Beverly Hills. (28. März). REUTERS/Mario Anzuoni

Später bekannte Kennedy sich für schuldig, den Unfall verursacht und den Unfallort verlassen zu haben und erhielt eine zweimonatige Bewährungsstrafe.

Der Politthriller mit dem Australier Jason Clarke als "Teddy", ein heikles Thema, auch noch fast 50 Jahre später.

"Es ist nicht meine Absicht, Teddys Erbe zu zerstören. Jedes Mal, wenn ich ein Interview mache, rede ich über die großartigen Dinge, die er erreicht hat und das ist sein Vermächtnis. Aber dies ist auch Teil seines Vermächtnisses und ich denke, je ehrlicher wir es betrachten, desto eher stellt es seine komplexes Persönlichkeit dar", erklärt der US-amerikanische Regisseur und Drehbuchautor Curran.

Curran scheute sich davor, den Film zu einer endgültigen Version dessen zu machen, was am 18. Juli 1969 zwischen Kennedy und Kopechne wirklich passiert ist.

"Was ich an John Curran's Version mag, ist, dass du deine eigenen Schlüsse ziehen kannst. Wie viel Einfühlungsvermögen Sie für Ted Kennedy behalten, liegt an Ihnen ", sagte Jim Gaffigan, der im Film Kennedys Freund Paul Markham spielt.

Der Skandal kostete Ted Kennedy seine politische Karriere und den Anlauf zum Weißen Haus. Er wurde als Chappaquiddick incident ("Chappaquiddick-Unfall") bekannt.

In den USA kommt "Chappaquiddick" am 6. April auf die Leinwände. Ein Datum für deutschsprachige Kinos scheint bis jetzt noch nicht bekannt zu sein.

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