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Anti-Putin-Proteste: Mehr als 1000 Festnahmen

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Anti-Putin-Proteste: Mehr als 1000 Festnahmen

Ein Demonstrant wird in St. Petersburg festgenommen
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REUTERS/Anton Vaganov
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Bei Demonstrationen gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin hat die Polizei in Russland mehr als 1000 Menschen festgenommen. Darunter war auch der Oppositionelle Alexei Nawalny. Er hatte zu den landesweiten Demonstrationen aufgerufen.

Wie schon bei früheren Kundgebungen zerrte die Polizei Nawalny aus der Menge - so wie unzählige seiner Anhänger. Ihnen drohen mehrtägige Arreststrafen.

Unter den Demonstranten waren vor allem junge Menschen.

"Ich mag es nicht, dass in einem Land seit 20 Jahren die gleiche Person im Amt ist“, sagte einer der Demonstranten. "Wir haben keinen echten Wettbewerb. Erst wenn es Wettbewerb gibt und Politiker darum kämpfen müssen, gewählt zu werden, werden wir endlich auch richtige Veränderungen im Land sehen."

Eine andere Demonstrantin sagte: "Ich bin gegen Korruption, gegen die Obrigkeit, die uns verbietet zu sprechen - die uns verbietet, unsere Meinung zu äußern."

Die Demonstrationen fanden zwei Tage vor der erneuten Amtseinführung von Wladimir Putin statt. In etwa 90 Städten gingen Menschen auf die Straßen. Auch bei Putins Amsteinführung 2012 hatte es Massendemos gegeben. Damals nahmen noch deutlich mehr Menschen teil als in diesem Jahr.