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Irland: Kritik an "Instrumentalisierung" von Kindern mit Down-Syndrom

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Irland: Kritik an "Instrumentalisierung" von Kindern mit Down-Syndrom

Irland: Kritik an "Instrumentalisierung" von Kindern mit Down-Syndrom
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Das Thema Abtreibung spaltet Irland. Schwangerschaftsabbrüche sind hier verboten – selbst nach Vergewaltigung, Inzest oder bei einem kranken Fötus.

Am Freitag stimmt die Bevölkerung darüber ab, ob das so bleibt oder nicht: Mit Ja, das Verbot soll aus der Verfassung gestrichen werden oder Nein, Abtreibungen bleiben untersagt. Kurz vor dem Referendum droht die Stimmung zu kippen.

Das Nein-Lager hat zu einer Pressekonferenz Menschen mit Down-Syndrom eingeladen, um ein Zeichen gegen ein liberaleres Abtreibungsrecht zu setzen. Das sorgt in ganz Irland für Unmut. Auch bei Darach O Seaghdha. Sein Sohn Ben hat das Down-Syndrom.

„Kinder mit Down-Syndrom zu instrumentalisieren und als verwundbare Opfer darzustellen, ist nicht sehr hilfreich für uns und andere Eltern von Kindern mit Behinderung“, sagt O Seaghdha. „Kinder wie unser Ben werden viel zu oft in dieser Opferrolle dargestellt – auch in der Werbung. Ich wünsche mir, dass man Kinder mit Behinderung auch in anderen Kontexten zeigt, zum Beispiel in Zeichentrickfilmen und anderen Fernsehsendungen.“

Umfragen sagen den Abtreibungsbefürwortern einen knappen Vorsprung voraus. 1983 haben die Iren schon einmal abgestimmt und Nein zur Legalisierung gesagt. Damals vor allem ein Triumph der katholischen Kirche, deren Einfluss heute kleiner geworden ist.