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Ungarn fürchtet Masernepidemie

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Ungarn fürchtet Masernepidemie

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Seit Beginn des Jahres sind in Osteuropa mehrere Menschen gestorben, an Masern. Sie gelten als Kinderkrankheit und kontrollierbar. Aber zuletzt erregten zwei in Kroatien schwer an Masern erkrankte Männer Aufsehen, sie waren nicht geimpft, und auch in der Slowakei gab es einige Fälle.

Nach Impf-Aufrufen der Weltgesundheitsorganisation warnen Experten in Ungarn vor einer Masern-Epidemie. Wer als Kind weder die Masern hatte oder geimpft wurde, sollte sich auch als Erwachsener vorsichtshalber noch impfen lassen, raten Ärzte. Budapester Mediziner sind sich der Gefahr und ihrer Ursachen bewusst.

Dr. György Póta, Kinderarzt aus Budapest:

"Die Menschen sind so viel unterwegs, Geschäftsreisende und Touristen - da ist es doch offensichtlich, dass es praktisch unmöglich ist, eine Epidemie nach ihrem Ausbruch in Europa aufhalten."

Für die Epidemiologen ist klar, so lange keine Impfpflicht für ansteckende Krankheiten besteht, werden sie immer wieder ausbrechen. Und das gilt nicht nur für ökonomisch schwächere Länder im wie die im Südosten Europas, sondern gleichermaßen für die wohlhabenderen EU Mitglieder, wo die medizinische Versorgung grundsätzlich besser sei.