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Ryanair-Streik: Nicht mal Gratis-Wasser für Flugbegleiter

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Ryanair-Streik: Nicht mal Gratis-Wasser für Flugbegleiter

Ryanair-Streik: Nicht mal Gratis-Wasser für Flugbegleiter
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Auf dem Höhepunkt der Urlaubssaison hat das Kabinenpersonal von Ryanair in Belgien, Portugal und Spanien einen zweitägigen Streik begonnen.

Auf dem Brüsseler Flughafen Zaventem fragte Euronews Mitarbeiter des irischen Billigfliegers nach den Gründen der Arbeitsniederlegung.

"Wir haben Kollegen mit Kindern, aber sie haben keine Sicherheit. Die versprochenen Gehälter haben nichts mit der Realität zu tun. Ich habe nie mehr als 1200 Euro verdient", sagt Flugbegleiter Sarkis Simonjan.

Wir haben sogar Kollegen, die noch nicht mal das Grundgehalt bekommen, sondern nur nach Flugstunden bezahlt werden. Das heißt, sie haben am Monatsende 480 Euro, maximal 700 Euro."

Die Streikenden verlangen bessere Arbeitsbedigungen, faire Gehälter, verbesserten Gesundheitsschutz und Arbeitsverträge in ihrer eigenen Sprachen und basierend auf ihrem Landesrecht und nicht nach irischem Recht. Derzeit bekommen die Flugbegleiter keine Gratisflasche Wasser an Bord.

Die Gewerkschaften sagen, Ryanair müsse sich ändern.

"Sie müssen Respekt vor den Angestellten haben, den Behörden, den Passagieren. Ryanair hat vor niemandem Respekt. Sollte Ryanair sich nicht ändern, werden wir wieder streiken, bis sie es kapieren", sagt Didier Lebbe von der Gewerkschaft CNE.

Für seine Kunden hatte Ryanair eine Entschuldigung auf Twitter parat, für seine Angestellten die Ankündigung von Stellenstreichungen.

Zudem verteidigte Ryanair seine Unternehmenskultur. Die Angestellten hätten einige der besten Arbeitsbedingungen in der Billigflugbranche. Der Streik sei daher ungerechfertigt.

Gewerkschafter Didier Lebbe: "Ryanair sagt niemals die Wahrheit, nie. Zu niemandem. Das sind Lügner."

Die deutschen Gewerkschaften für Piloten und Flugbegleiter haben bislang keinen Arbeitskampf bei Ryanair ausgerufen.